Berner Seifen gehen auf Weltreise

Das Berner Unternehmen Bblubb kreiert mit Erfolg Seifen. Zum Beispiel kleine Bären. Die schickt Inhaberin Simone Mosimann auch als Botschafter für die Stadt Bern auf Reisen.

Simone Mosimann von Bblubb giesst eine Seifenkiste voll mit ihrem Aushängeschild: Der Bärenseife.

Simone Mosimann von Bblubb giesst eine Seifenkiste voll mit ihrem Aushängeschild: Der Bärenseife. Bild: Andreas Blatter

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Angefangen hat alles mit einem Nebenjob. Während ihrer Aus­bildung zur Gymnastikpädagogin arbeitete die Bernerin Simone Mosimann im Body Shop sowie in der Firma Cosmega in Zürich und war begeistert von den Farben und Düften der Kosmetikartikel.

Rund zwanzig Jahre und mehrere Kurse später führt sie in Bern die Seifenmanufaktur Bblubb. Man könnte sagen, dass die Inhaberin schäumt vor Kreativität. In ihrem Atelier an der Optingenstrasse findet man Bären, Krokodile und Elefanten; Buddhas, Blumen und Badesprudel-Kugeln füllen die Regale.

Typisch Bern

Mit Leidenschaft und Sorgfalt stellt Mosimann ihre Seifen her. «Ich beschäftige mich viel damit, welches Rohmaterial ich für die Produktion brauche», sagt sie. Die Rohstoffe für ihre Seifen kommen alle aus der Schweiz.

Auf die Qualität der Bblubb-Seifen ist auch Bern Tourismus aufmerksam geworden und verlieh dem Unternehmen das Label «Typisch Bern». «Dafür bin ich sehr dankbar, da es mir viele Türen ­geöffnet hat», sagt Mosimann. Im Loeb gehört Bblubb bereits zum Sortiment, und Ende August sind die Seifen auch im Promotionsmonat im Globus zu finden.

Der Renner bei Bblubb sind die Bärenseifen, die um die ganze Welt reisen. Bern Tourismus nimmt die kleinen, farbigen Mutzen oft auf Geschäftsreisen als Mitbringsel mit. Der erste ging nach São Paolo. «Die Bärchen kommen mehr in der Welt umher als ich», sagt Mosimann.

Inspiration im Alltag

Vor rund neun Jahren goss sie den ersten Bären. Mittlerweile kann sie die Handseifen fast im Schlaf herstellen. Dem geschmolzenen Grundmaterial Glycerin fügt sie je nach Seife einen Duft- und einen Farbstoff hinzu und giesst die Mischung in die gewünschte Form.

Nach zwei bis drei Stunden kann man die Seife bereits benützen. Mosimann giesst die Seifen nicht nur, sondern siedet sie auch. Beim Seifensieden werden im Gegensatz zum Giessen Fett und Lauge benötigt. Dadurch wird die Herstellung etwas komplizierter.

Die Möglichkeiten sind schier endlos. Und Mosimanns Fantasie ist es auch. Die Inspiration für neue Kreationen holt sie sich im Alltag. Während eines Wocheneinkaufs stand sie vor dem Käseregal und entdeckte den Büffelmozzarella. Spontan entschied sie sich, eine Seife mit Büffelmilch zu kreieren, und stellt seither die erste Büffelmilchseife der Schweiz her. Mit Biomilch direkt aus Amsoldingen.

Eine neue Herausforderung

Kreativ gefordert wird Mosimann, wenn sie Give-aways auf Bestellung herstellt. Für die Zahnarztpraxis gibt es Seifen in Gebissform, das Naturhistorische Museum in Bern verkauft seine Elefantenseifen, und die Zibele-Märit-Seife mit Kaffee lässt den Geruch von Zwiebeln und Knoblauch verschwinden.

Simone Mosimann sucht immer nach einer neuen Herausforderung. Als Nächstes will sie auch die Formen für die Seifen selber herstellen. Der Termin mit dem Zinngiesser stehe bereits. «Man hat schliesslich nie ausgelernt», sagt sie. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.07.2016, 20:41 Uhr

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