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Berner Polizei entnimmt deutlich weniger DNA-Proben

Die Berner Kantonspolizei nahm im vergangenen Jahr 1200 DNA-Proben. Vier Jahre früher waren es noch 2800. Der Grund dafür ist ein Bundesgerichtsurteil.

Die DNA-Entnahme erfolgt in der Regel über einen Abstrich der Wangenschleimhaut. Foto: Franziska Gabbert (Keystone)
Die DNA-Entnahme erfolgt in der Regel über einen Abstrich der Wangenschleimhaut. Foto: Franziska Gabbert (Keystone)

Es war ein Urteil mit Signalwirkung. Eines, das die kantonalen Strafverfolgungsbehörden bei ihren Ermittlungen künftig einschränken würde. Im Dezember 2014 rüffelte das Bundesgericht die Berner Kantonspolizei, weil sie bei einer Demonstrantin eine DNA-Probe entnommen hatte (siehe Box unten).

Das höchste Gericht im Land hielt in einem Leitentscheid fest, es müssten «erhebliche und konkrete Anhaltspunkte» gegeben sein, dass angehaltene Personen in andere Delikte verwickelt gewesen sind, um ihnen eine DNA-Probe zu entnehmen. Zuvor war eine «gewisse Wahrscheinlichkeit» für bisherige und künftige Delinquenz notwendig.

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