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Diese «schrägen Vögel» kamen zur Dählhölzli-Gala

Am Samstagabend lud der Tierpark-Direktor auf dem Gurten zur Dählhölzli-Gala. Es wurde Geld zugunsten eines gefährdeten Vogels.

Lucie und Walter Haas, VR-Präsident des Bauunternehmens Herzog.
Lucie und Walter Haas, VR-Präsident des Bauunternehmens Herzog.
Iris Andermatt
Hildegard und Urs Berger, VR-Präsident der Mobiliar.
Hildegard und Urs Berger, VR-Präsident der Mobiliar.
Iris Andermatt
Plakatkünstler Claude Kuhn mit seiner Frau Marianne.
Plakatkünstler Claude Kuhn mit seiner Frau Marianne.
Iris Andermatt
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«Schräge Vögel» war das Thema der Dählhölzli-Gala am Samstag auf dem abendlichen, wolkenverhangenen Gurten. Damit waren aber nicht die 150 elegant gekleideten Persönlichkeiten - Dresscode: Abendkleid, Smoking oder dunkler Anzug - gemeint.

Vielmehr setzt sich der Tierpark Bern für eine schweiz- und europaweite Wiederansiedlung des Waldrapps ein, ein Vogel, der bis ins 17. Jahrhundert in Mitteleuropa heimisch war und heute weltweit zu den meist gefährdeten Tierarten zählt. Mit den Einnahmen der Benefiz-Gala soll ein erster Projektschritt finanziert werden.

Champagner floss bereits bei der Talstation der Gurtenbahn, als am frühen Abend die ersten Gäste eintrafen. Darunter Walter Haas mit seiner Gemahlin Lucie, VR-Präsident des Bauunternehmens Herzog. Für diesen Abend habe er 13 Baumeister aus dem Kanton Aargau eingeladen, meinte Haas. Der Tierpark liegt ihm am Herzen. «Das schönste Erlebnis hatte ich vor 15 Jahren, als ich 600 Leute ins Dählhölzli eingeladen habe. Diese schwärmen heute noch davon und besuchen den Tierpark regelmässig.»

Ein Gläschen in der Hand hielten auch Hildegard und Urs Berger, VR-Präsident der Versicherungsgesellschaft Mobiliar. Unvergesslich ist Berger ein Anlass im Tierpark, als er mit anderen Besuchern Futter für die Bären versteckte. «Sie haben es schnell gefunden, unglaublich, was die für eine Nase haben.»

Tiere füttern im Tierpark wollte als Kind mit seinem Grossvater jeweils auch Hans Traffelet, Geschäftsführer des Gurten-Parks, der die Gäste am Samstagabend im Pavillon persönlich begrüsste. «Wir haben immer Nüsse mitgenommen. Als wir aber bei den Tieren waren, hatte ich sie alle schon selber gegessen», sagte er und lachte.

Mit einem Lächeln im Gesicht und gut gelaunt kam auch FDP-Nationalrätin Christa Markwalder auf den Hausberg. Nicht in politischer Mission, sondern als Musikerin. Nach dem Gala-Dinner war nämlich die Band «Fraktionszwang» angesagt - Markwalder am Cello. Auch sie ist ein Tierpark-Fan. «Ich besuche ihn regelmässig mit meinem fünfjährigen Göttibuben, und wir freuen uns immer wieder an der vielfältigen Tierwelt», sagt sie.

Als die Politikerin Markwalder vor 44 Jahren zur Welt kam, machte der Berner Künstler Claude Kuhn gerade die ersten Werbeplakate für den Tierpark. Seine Werke wurden weltweit mehrmals ausgezeichnet. «Mein schönstes Erlebnis im Tierpark ist immer wieder Direktor Bernd Schildger, er ist das Lustigste im ganzen Dählhölzli.»

Lustig gekleidet und frisiert war denn Professor Schildger. Leicht hätte man ihn mit seiner schütter-schrägen Frisur mit einem Waldrappen verwechseln können. Einige dieser seltenen Vögel sollen übrigens in drei Jahren in ein neues Gehege bei den Volieren einziehen.

Für den Tierpark-Direktor war die Benefiz-Gala für die schrägen Vögel ein voller Erfolg. «Es sind 107'000 Franken eingeflossen, soviel, wie ich mir erhofft habe.» Es war ein langer Abend, der wie im Flug verging. Die letzten Gäste - auch Schildger - verliessen den Berner Hausberg um 1.30 Uhr mit der Gurtenbahn.

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