Zum Hauptinhalt springen

Berner Luft hat mehr Ozon als in Vorjahren

Bernerinnen und Berner haben in diesem Sommer mehr Ozon eingeatmet als in den beiden Vorjahren. Schuld daran sind Schadstoffe in der Luft und das schöne Wetter.

Um die Luft gemäss Verordnung rein zu halten, darf ein Stundenmittelwert von 120 Mikrogramm nur einmal überschritten werden. Je nach Ort wurde dieser vehement überschritten.
Um die Luft gemäss Verordnung rein zu halten, darf ein Stundenmittelwert von 120 Mikrogramm nur einmal überschritten werden. Je nach Ort wurde dieser vehement überschritten.
Gaetan Bally, Keystone

Die Messungen des Kantons haben erhöhte Ozonwerte ergeben. Je nach Standort wurde der Grenzwert von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft während 84 bis 306 Stunden überschritten.

Das ist weit mehr, als das Gesetz eigentlich zuliesse, liegt aber immer noch stark unter der Belastung des Jahrhundertsommers 2003. Damals wurden bis zu 800 Grenzwertüberschreitungen registriert, wie die kantonale Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mitteilte.

Höchste Werte in Ittigen und Etzelkofen

Laut der eidgenössischen Luftreinhalteverordnung darf der Stundenmittelwert von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft nur einmal pro Jahr überschritten werden. In Gstaad waren es in diesem Sommer aber 84 Stunden. 306 Grenzwertüberschreitungen wurden in Langenthal registriert.

Den höchsten Ozonwert mass der Kanton Bern im Sommer dieses Jahres in Ittigen und Etzelkofen. Dort zeigten die Messgeräte je 181 Mikrogramm an.

Viel Sonne - viel Ozon

Der Grund für die hohe Ozonbelastung liegt einerseits darin, dass es immer noch zu viele Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen in der Luft gibt. Sie bilden unter Einfluss der Sonnenstrahlung das Ozon. Diese Luftschadstoffe stammen aus dem Verkehr, der Industrie und dem Gewerbe.

Der zweite Grund ist, dass der Sommer 2013 der sechstwärmste seit Messbeginn im Jahr 1864 war. Die Sonne schien oft und stark - häufiger und stärker als etwa im Jahr 2012. Die Ozonbelastung widerspiegle im Wesentlichen die Wetterentwicklung, schreibt die bernische Volkswirtschaftsdirektion.

Um die Luft sauberer zu machen, braucht es ihr zufolge weitere Anstrengungen im Kampf gegen Luftschadstoffe - nicht nur in der Schweiz, sondern auch auf internationaler Ebene.

SDA/asg

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch