Berner Linksextremisten planen Solidaritäts-Demo für G20-Chaoten

Auf Facebook ruft die Gruppe Revolutionäre Jugend Bern zu einer Solidaritätskundgebung mit den «Verhafteten und Verletzten von Hamburg» auf. Sie sehen sich in der Opferrolle.

Letztmals kam es im Februar wegen der Hausräumung an der Effingerstrasse zu einer «Solidaritätsdemo».

Letztmals kam es im Februar wegen der Hausräumung an der Effingerstrasse zu einer «Solidaritätsdemo». Bild: Jürg Spori

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am vergangenen Wochenende verwüsteten Linksextremisten in Hamburg ganze Wohnquartiere. Sie wollten damit ein Zeichen gegen den gleichzeitig stattfindenden G-20-Gipfel setzen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, darunter 476 Polizistinnen und Polizisten. Weil 186 Demonstranten – darunter auch welche aus der Schweiz – verhaftet wurden, beanspruchen die Linksextremen die Opferrolle nun dennoch für sich.

So berichtet «Der Bund», dass die Gruppe Revolutionäre Jugend Bern am Samstag zu einer Solidaritätsdemo für die „Verhafteten und Verletzten von Hamburg“ aufrufen. Am Samstagnachmittag um 14 Uhr wollen die Linksextremen vom Bahnhofplatz Bern aus losziehen.

Die Polizei ist orientiert

Auf Facebook erklärt die Gruppe ihr Anliegen folgendermassen: «Noch immer befinden sich einige Menschen in Untersuchungshaft und spüren die Repression des Staates. Andere spürten diese Repression durch die Prügeltrupps der Staatsgewalt und trugen Verletzungen davon.»

Dass diese Demo in Bern stattfindet, ist indes keine Überraschung. Die Reitschule hat im Vorfeld des Gipfels kräftig für die Teilnahme an den Demonstrationen mobilisiert. So wurden Tickets für einen Sonderzug nach Hamburg verkauft, auf dem Dach prangten tagelang Gewaltparolen und der Betrieb der Reitschule wurde während des G20-Gipfels extra eingestellt.

Die Berner Kantonspolizei sagt, dass sie Kenntnis vom Aufruf haben und am Samstag mit einem entsprechenden Dispositiv im Einsatz stehen werden. (qsc) (qsc)

Erstellt: 12.07.2017, 09:39 Uhr

Artikel zum Thema

Staatsanwaltschaft prüft Anzeige gegen Reitschule

Wegen den Gewaltaufrufen auf dem Dach hat die Junge SVP eine Strafanzeige gegen die Reitschule eingereicht. Auch die Berner Staatsanwaltschaft prüft deswegen ein Verfahren einzuleiten. Mehr...

Keine Infos zu den Krawall-Touristen

Die Hamburger Polizei hat auch Schweizer Demonstrierende festgehalten. Ob unter ihnen auch solche aus Bern sind, konnte bisher nicht geklärt werden. Mehr...

Reitschule schliesst wegen G20-Gipfel in Hamburg

Bern Am Wochenende vom 7. bis 9. Juli bleibt die Reitschule geschlossen. Sie mobilisiert damit für eine Grossdemo gegen den G20-Gipfel in Hamburg vom 8. Juli. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Marktplatz

Immobilien

Kommentare

Die Welt in Bildern

Teilnehmer des jährlichen «North East Skinny Dip» rennen in das Meer bei Druridge Bay in England. (23. September 2018)
(Bild: Scott Heppell) Mehr...