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Berner leben gern in ihrer Stadt

Trotz Baustellen, Wohnungsnot und der Drogenproblematik: 95 Prozent der Bevölkerung leben gerne in Bern. Dieses unverändert gute Zeugnis haben die Berner ihrer Stadt im dritten Lebensqualitätsbericht 2007 ausgestellt.

Am meisten geärgert haben sich die Befragten über die Baustellen in der Innenstadt.

Allen voran der Umbau des Bahnhofplatzes mit seinen zahlreichen Behinderungen für Verkehr und Fussgänger zerrte offenbar 2007 an den Nerven. Die Baustellen führen die Negativhitparade noch vor Dauerbrennern wie Sicherheit, Drogen und Sauberkeit an.

Das Baustellenproblem war allerdings nur ein vorübergehendes und die Ursachen waren bekannt. «Darum messen wir ihm auch nicht allzu viel Gewicht bei», sagte Ursula Ackermann, Leiterin des städtischen Gesundheitsdienstes, dazu vor den Medien.

Seit Jahren konstant

Gemeinderätin Edith Olibet (SP) betonte, dass der Lebensqualitätsbericht immer subjektiv gefärbt und vom aktuellen Geschehen mitgeprägt sei. Die grossen Linien aber seien seit Jahren immer gleich. Sie freue sich über die insgesamt sehr guten Resultate.

Sowohl bei den positiven wie bei den negativen Punkten habe sich seit dem letzten Bericht im Jahr 2003 kaum etwas verändert. Seit Jahren positiv beurteilt die Bevölkerung ihre eigene Wohn- und Wirtschaftssituation. Bern wird als schön, grün und überschaubar wahrgenommen.

Negativ empfinden die Bernerinnen und Berner seit Jahren die Sicherheit, insbesondere in und um den Bahnhof, sowie die Drogenproblematik, das Kinderbetreuungs- und das Wohnungsangebot. Auch Lärm, Luftschadstoffe und Verkehr werden als Probleme genannt.

Neue Legislatur

In vielen Bereichen seien Massnahmen ergriffen worden oder geplant, betonte Olibet. Im Bereich Wohnen erwähnte sie das eben erst eingeweihte Quartier Bern-Brünnen. Weitere Massnahmen soll der im November neu bestellte Gemeinderat in der neuen Legislatur an die Hand nehmen.

Bei der Befragung der ausländischen Bevölkerung ergibt sich ein leicht weniger positives Bild. Ihre Lebensqualität beurteilt diese Gruppe nach wie vor schlechter als die Schweizer Bevölkerung.

Der Lebensqualitätsbericht stützt sich auf rund 1000 Telefoninterviews.

SDA/mus

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