Zum Hauptinhalt springen

Berner Gemeinderat will «Baumzimmer» günstiger bauen

Im Streit um das Bauprojekt «Baumzimmer» in der Berner Lorraine kommt der Gemeinderat seinen Kritikern entgegen. Er strebt tiefere Mieten als geplant an und will dies unter anderem mit einer Reduktion der Baukosten erreichen.

Der unvergleichliche Leidensweg des Projekts «Baumzimmer»: Mitte Juni 2015 hat das Regierungsstatthalteramt entschieden, das Baubewilligungsverfahren zu sistieren, solange die Änderung der Bauklasse nicht vom Tisch ist.
Der unvergleichliche Leidensweg des Projekts «Baumzimmer»: Mitte Juni 2015 hat das Regierungsstatthalteramt entschieden, das Baubewilligungsverfahren zu sistieren, solange die Änderung der Bauklasse nicht vom Tisch ist.
zvg
Am 15. Januar 2016 wurde bekannt, dass Regierungsstatthalter Christoph Lerch eine eingereichte Stimmrechtsbeschwerde gegen den entsprechenden Beschluss der Berner Stadtregierung abgewiesen hat (Archivbild).
Am 15. Januar 2016 wurde bekannt, dass Regierungsstatthalter Christoph Lerch eine eingereichte Stimmrechtsbeschwerde gegen den entsprechenden Beschluss der Berner Stadtregierung abgewiesen hat (Archivbild).
Ursprünglich sollte die Hälfte der Wohnungen im Segment «Günstiger Wohnraum» vermietet werden. Danach wurde jedoch beschlossen, dass «Luxuswohnungen zu Marktmieten» entstehen sollen.
Ursprünglich sollte die Hälfte der Wohnungen im Segment «Günstiger Wohnraum» vermietet werden. Danach wurde jedoch beschlossen, dass «Luxuswohnungen zu Marktmieten» entstehen sollen.
Jessica Zuber
1 / 10

Zudem soll die Renditevorgabe gesenkt werden, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte. Bis Herbst 2018 erwartet er ein «kostenoptimiertes Projekt». Dafür zuständig ist die Finanzdirektion von Gemeinderat Michael Aebersold (SP). Ob sich der Stadtrat erneut mit dem Geschäft befassen muss, ist laut Gemeinderat noch offen. Das hänge davon ab, wie stark sich das Bauvorhaben ändere.

Das Projekt «Baumzimmer» mit seinen 13 Wohnungen erhitzt die Gemüter in Bern seit längerem. Der Streit dreht sich um die Frage, welche Art Wohnungsbau die Stadt am Centralweg fördern soll - und wie sich dadurch die Bevölkerungsstruktur des Quartiers entwickelt.

Ein juristisches Hickhack gab es zudem wegen einer Änderung des Bauklassenplans. Inzwischen hat der Kanton grünes Licht gegeben, und die Stadtregierung hat die Änderung in Kraft gesetzt- sie ermöglicht einen Grenzabstand von bloss zehn statt elf Metern.

Der Gemeinderat fasste auch ins Auge, den Bebauungsperimeter über die städtische Parzelle am Centralweg hinaus auf die angrenzenden privaten Liegenschaften am Lagerweg auszudehnen. Doch daraus wird nichts: Der dazu nötige Landerwerb sei nicht möglich, hielt der Gemeinderat im Communiqué vom Donnerstag fest.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch