Berner Gemeinderat will «Baumzimmer» günstiger bauen

Im Streit um das Bauprojekt «Baumzimmer» in der Berner Lorraine kommt der Gemeinderat seinen Kritikern entgegen. Er strebt tiefere Mieten als geplant an und will dies unter anderem mit einer Reduktion der Baukosten erreichen.

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Zudem soll die Renditevorgabe gesenkt werden, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte. Bis Herbst 2018 erwartet er ein «kostenoptimiertes Projekt». Dafür zuständig ist die Finanzdirektion von Gemeinderat Michael Aebersold (SP). Ob sich der Stadtrat erneut mit dem Geschäft befassen muss, ist laut Gemeinderat noch offen. Das hänge davon ab, wie stark sich das Bauvorhaben ändere.

Das Projekt «Baumzimmer» mit seinen 13 Wohnungen erhitzt die Gemüter in Bern seit längerem. Der Streit dreht sich um die Frage, welche Art Wohnungsbau die Stadt am Centralweg fördern soll - und wie sich dadurch die Bevölkerungsstruktur des Quartiers entwickelt.

Ein juristisches Hickhack gab es zudem wegen einer Änderung des Bauklassenplans. Inzwischen hat der Kanton grünes Licht gegeben, und die Stadtregierung hat die Änderung in Kraft gesetzt- sie ermöglicht einen Grenzabstand von bloss zehn statt elf Metern.

Der Gemeinderat fasste auch ins Auge, den Bebauungsperimeter über die städtische Parzelle am Centralweg hinaus auf die angrenzenden privaten Liegenschaften am Lagerweg auszudehnen. Doch daraus wird nichts: Der dazu nötige Landerwerb sei nicht möglich, hielt der Gemeinderat im Communiqué vom Donnerstag fest.

jaw/sda

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