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Berner Gemeinderat lässt Vorwurf der Langsamkeit nicht gelten

Mit einem Vorstoss will die SP-Fraktion der Stadt Bern beim Auszählen von Wahl- und Abstimmungsresultaten Beine machen.

cla
Bern soll künftig schneller auszählen, so will es ein Vorstoss der SP.
Bern soll künftig schneller auszählen, so will es ein Vorstoss der SP.
Keystone

Bei den Nationalratswahlen im vergangenen Oktober geriet die Stadt Bern bei der Auszählung der Stimmen wegen einer Fehlermeldung der Wahlsoftware in Verzug. In den Sozialen Medien wurde derweil munter gewitzelt: «Ab sofort werden fürs Stimmenzählen in Bern zwei Personen eingesetzt», war etwa auf Twitter zu lesen. Oder: «Bern enttäuscht nie in der Entdeckung der Langsamkeit».

Berns Resultate seien früh da

Die städtische SP-Fraktion reichte nach den eidgenössischen Wahlen ein Postulat ein und forderte Verbesserungen. Die Stadt solle ergründen, warum Bern immer so langsam sei beim Auszählen. Grössere Städte wie Zürich seien meist Stunden schneller. Es sei immer das Gleiche: am Schluss warteten alle auf die langsamen Berner.

Die Behauptung, dass Bern jedes Mal zu langsam sei und es beim Auszählen regelrechte Missstände gebe, entbehre jeglicher Grundlage, wehrt sich der Gemeinderat in seiner am Montag veröffentlichten Antwort auf das Postulat der SP-Fraktion.

Sowohl bei den kantonalen Wahlen 2104 wie auch regelmässig an den Abstimmungswochenenden seien die Stadtberner Resultate jeweils frühzeitig bereitgestanden. In der Regel liefere die Stadt ihre Resultate rechtzeitig und keineswegs als letzte Gemeinde ab.

Bei der Auszählung von Parlamentswahlen besteht nach Ansicht des Gemeinderates Verbesserungspotenzial. Eine Prüfung der Wahlorganisation, der Abläufe und der Infrastruktur sei bereits unmittelbar nach den Wahlen im vergangenen Oktober in Gang gesetzt worden. Auch Vergleiche, insbesondere mit der Stadt Zürich, habe man angestellt.

Das Stadtparlament wird über den Vorstoss noch zu befinden haben.

(SDA)

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