Clavaleyres

Berner Gemeinde bald ein Murtner Ortsteil

ClavaleyresAm Wochenende vom 23. September gehen die Stimmberechtigten von Murten und Clavaleyres an die Urne. Sie stimmen über eine Fusion der Gemeinden ab.

48 Einwohner leben heute in Clavaleyres. Im Jahr 2021 wird die Kleinstgemeinde wohl mit Murten fusionieren.

48 Einwohner leben heute in Clavaleyres. Im Jahr 2021 wird die Kleinstgemeinde wohl mit Murten fusionieren. Bild: Iris Andermatt

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Ein weiterer Schritt hin zum Zusammenschluss der bernischen Kleinstgemeinde und Exklave Clavaleyres mit dem freiburgischen Murten steht bevor: Die Gemeinden stimmen über die ­Fusionsvereinbarung ab. Der Urnengang vom 23. September ist aber noch nicht der letzte Schritt. In Bern und Freiburg braucht es noch kantonale Volksabstimmungen. Kommt es auch dort zu einem Ja, müssen noch die Eidgenössischen Räte dem Kantonswechsel zustimmen.

Die Fusion soll am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Strassen neu asphaltiert

Jürg Truog, der parteilose Gemeindepräsident von Clavaleyres, schaut zuversichtlich auf die bevorstehende Abstimmung. «Ich glaube, Murten hat nichts gegen uns. Die Abstimmung geht bestimmt positiv aus», ist er überzeugt. Viel Vorarbeit sei geleistet worden, alle Fragen seien geklärt und die Rückmeldungen nur positiv. Zudem, darauf ist Truog stolz, habe Clavaleyres noch alle Strassen neu asphaltieren lassen. «Wir sind eine gesunde Gemeinde und werden ja schon jetzt fremdverwaltet», sagt Truog. Nach der Fusion würde Clavaleyres zu einem Ortsteil von Murten. Dessen Einwohnerzahl von heute 8200 würde auf knapp 8250 steigen.

101 Hektaren für Freiburg

Ähnlich wie in Clavaleyres tönt es auch in Murten. «Kein Problem, alles klar», sagt Stadtschreiber Bruno Bandi. Vier Jahre habe man an diesem Projekt gearbeitet, davon zwei intensiv. Zuvor haben beide Kantonsregierungen in einer Absichtserklärung dem Verfahren für einen Kantonswechsel zugestimmt. Diesen befürwortete der bernische Grosse Rat mit grossem Mehr, der freiburgische Grosse Rat sogar einstimmig.

Tatsache ist: Mit dieser Fusion verlieren die Berner etwas, die Freiburger gewinnen eine neue Gemeinde. Der Murtner Stadtschreiber sieht das nicht so dramatisch. «48 Personen und 101 Hektaren Land weniger für den Kanton Bern, das ist nicht viel.» Eine Signalwirkung für weitere Kantonswechsel werde diese Fusion bestimmt nicht haben, ist er überzeugt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.09.2018, 07:24 Uhr

Artikel zum Thema

Hübsch für die Hochzeit mit Murten

Clavaleyres Weil es bitter nötig ist und weil das Dorf mit einem sanierten Strassennetz in die Fusion mit Murten will, soll das gesamte Gemeindestrassennetz mit einem neuen Belag versehen werden. Mehr...

«Grösser ist nicht immer besser»

Münchenwiler Die Nachbarexklave Clavaleyres wird mit dem freiburgischen Murten fusionieren. In Münchenwiler sieht Gemeindepräsidentin Priska Marti keinen Bedarf, sich mit einer anderen Gemeinde zusammenzuschliessen. Mehr...

Zaungast bei der eigenen Scheidungsdebatte

Clavaleyres Gemeindepräsident Jürg Truog verfolgte die Debatte im Grossen Rat um Clavaleyres auf der Zuschauertribüne im Rathaus Bern. Das Gesetz, welches die Scheidung vom Kanton Bern ­ermöglicht, wurde verabschiedet. Mehr...

Marktplatz

Immobilien

Kommentare

Blogs

Bern & so Die Irren vom Balkon

Sweet Home 10 Wohnideen, die glücklich machen

Service

Auf die Lesezeichenleiste

Hier lesen Sie unsere Blogs.

Die Welt in Bildern

Und die Haare fliegen hoch: Besucher des Münchner Oktoberfests vergnügen sich auf einem der Fahrgeschäfte. (22. September 2018)
(Bild: Michael Dalder ) Mehr...