Berner Gaswerkareal kann saniert werden

Bern

Das Gaswerkareal in Bern kann von seinen Altlasten befreit werden. Die Beschwerden mehrere Anwohner wurden abgewiesen.

Auf dem Gelände des Gaswerkareals müssen 34'000 Kubikmeter belastetes Material ausgehoben werden.

Auf dem Gelände des Gaswerkareals müssen 34'000 Kubikmeter belastetes Material ausgehoben werden.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Mehrere Privatpersonen sind mit ihrer Beschwerde gegen eine geplante Altlastensanierung auf dem ehemaligen Berner Gaswerkareal abgeblitzt. Die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion hielt ihre Bedenken wegen möglicher Emissionen für unbegründet.

Um das Gelände von seinen Altlasten zu befreien, sollen rund 34'000 Kubikmeter belastetes Material ausgehoben und die Grube mit geeigneten Material wieder aufgefüllt werden.

Zur Verhinderung von Geruchs- und Schadstoffemissionen wird über der Baugrube ein Zelt mit Unterdruck erstellt. wie die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion am Donnerstag mitteilte. Ein Aktivkohlefilter reinigt die Abluft. Der Kanton verweist in seiner Mitteilung auf ein umfassendes Sicherheits- und Überwachungskonzept.

Die Beschwerdeführer befürchten weiter, dass ihre Liegenschaften durch eine temporäre Grundwasserabsenkung Schaden nehmen könnten. Auch diese Sorge hält der Kanton für unbegründet, wie er in seiner Mitteilung schreibt. Der Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion ist noch nicht rechtskräftig. Er kann ans Verwaltungsgericht weitergezogen werden.

Wohnüberbauung geplant

Die Stadt Bern will das ehemalige Gaswerkareal im Norden des Marzilibades entwickeln. Geplant ist eine Überbauung mit zahlreichen Wohnungen. Bis in die 1970-er Jahre wurde dort Gas für die städtische Energieversorgung produziert. Heute wird das Gelände als Lagerfläche und Parkplatz zwischengenutzt oder liegt brach.

Das Berner Stadtparlament gab dem Gemeinderat im Januar 2018 diverse Forderungen mit auf den Weg. Unter anderem soll das Jugendzentrum Gaskessel an seinem angestammten Ort bleiben können. Dies sicherte die Stadtregierung im vergangenen Februar zu. Planerische, bauliche und betriebliche Massnahmen sollen dafür sorgen, dass Konflikte mit den künftigen Nachbarn ausbleiben.

Für den Kauf des Areals von Energie Wasser Bern (ewb) wird der Gemeinderat einen Kreditantrag zuhanden des Stadtparlaments und der Stimmberechtigten stellen.

tag/sda

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