Bern und Biel sind bei Velodieben besonders beliebt

Bern/Biel

Die Städte Bern und Biel gehören bezüglich Fahrraddiebstählen zu den Hotspots der Schweiz – speziell in den Sommermonaten. In den beiden Städten ist das Risiko um bis zu 75 Prozent erhöht im Vergleich zum Durchschnitt.

In Biel und Bern sind besonders viele Velodiebe unterwegs.

Mit den warmen Temperaturen steigt auch die Wahrscheinlichkeit für einen Velodiebstahl wieder markant an – fast 50 Prozent mehr Bikes werden in den Sommermonaten gestohlen als sonst. Die Schadensumme betrug auch letztes Jahr annähernd 50 Millionen Franken, wie die jüngsten Statistiken des Versicherungsanbieters Axa Winterthur zeigen. Gemäss Kriminalstatistik wurden 2016 schweizweit fast 36'000 Velos gestohlen.

Geklaut wird besonders viel in den Städten – und hier gibt es grosse Unterschiede: Bei Spitzenreiter Basel etwa sind es über 80 Prozent mehr als im Schweizer Schnitt. In der Westschweiz und im Tessin hingegen kann sich ein Bike vor Diebstahl relativ sicher fühlen. Die diebstahlsicherste Stadt für Fahrräder ist Lugano – die Wahrscheinlichkeit für einen Velodiebstahl ist dort rund 70 Prozent tiefer als im Schnitt.

Wo am meisten Velos geklaut werden (Prozentuale Abweichung im Vergleich zum Durchschnitt der Schweizer Städte):

Im Kanton Bern scheren die beiden Städte Bern und Biel nach oben aus. In Biel werden mit 75 Prozent über dem nationalen Schnitt am zweithäufigsten Fahrräder geklaut. Auf Platz 3 (66 Prozent über dem Durchschnitt) ist die Bundeshauptstadt platziert. Auch Thun befindet sich mit 15 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Auf Anfrage präzisiert die Axa Winterthur, dass pro Jahr und pro 1000 Versicherten aus Biel 27 und aus Bern 25 Velodiebstähle gemeldet wurden. Zum Vergleich: Aus Lugano sind es 5 pro 1000 Versicherten.

Woran könnte die hohe Diebstahlquote in Bern und Biel liegen? Der Grund dürfte ein naheliegernder sein: «Ein Grund ist sicherlich, dass beide als velofreundlich gelten und viele Personen zu Rad unterwegs sind, was das Angebot für Diebe erhöht», sagt Mirjam Eberhard, Kommunikationsverantwortliche bei der Axa Winterthur.

Übrigens: Die Aufklärungsrate bei Velodiebstahl ist mit 1,8 Prozent im 2016 (Quelle: Kriminalstatistik) verschwindend gering, wie es in der Mitteilung der Axa Winterthur heisst.

mib/pd

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