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«Bern strahlt nur noch negative Impulse aus»

Der jüngste Krawall vor der Reitschule löst zahlreiche Reaktionen bei der Leserschaft von Redaktion Tamedia aus. Die Politik, aber auch das Volk und die Polizei werden scharf kritisiert.

Martina Summermatter
In der Nacht auf Sonntag kam es gegen 1 Uhr zu einer Auseinandersetzung vor der Reitschule. Unbekannte zündeten einen Container und Bauabsperrungen an.
In der Nacht auf Sonntag kam es gegen 1 Uhr zu einer Auseinandersetzung vor der Reitschule. Unbekannte zündeten einen Container und Bauabsperrungen an.
Die Polizei setzte Tränengas und Gummischrot gegen die Randalierer ein.
Die Polizei setzte Tränengas und Gummischrot gegen die Randalierer ein.
Die Feuerwehr konnte das Feuer rasch löschen.
Die Feuerwehr konnte das Feuer rasch löschen.
Zahlreiche Unbeteiligte beobachteten die Scharmützel.
Zahlreiche Unbeteiligte beobachteten die Scharmützel.
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Die Diskussionen um die Reitschule werden nach den Ausschreitungen in der Nacht auf Sonntag wieder aufgeheizt. Am Bollwerk warfen einige Dutzend Vermummte von der Reitschule her Flaschen gegen Besucher eines Lokals, setzten Abschrankungen und Abfallcontainer in Brand und griffen die Polizei mit Flaschen, Steinen und Feuerwerk an.

«Diese Vorkomnisse widerspiegeln die völlige Unfähigkeit der links-grünen Stadtregierung, in Bern Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten», tut die Leserin Daniela Frey ihren Unmut kund. Peter Kräuchi ist ebenfalls der Meinung, dass «dank den Politikern um Rot, Grün und deren Goodwill, dass man sie tun lässt, was sie wollen. Hans-Ulrich Vogt spricht von «Politikern ohne Plan».

Für Kommentarschreiber Peter Schmid ist klar, dass auch das Berner Volk seinen Teil zum Reitschule-Problem beiträgt: «Obwohl die Berner Politik (insbesondere die Regierung) diesbezüglich seit Jahren erbärmlich versagt, wählt die Bevölkerung immer wieder eine Rot-Grüne Mehrheit», gibt er zu bedenken. Auch sein Namenspartner Heinz Schmid stellt die Frage: «Warum immer den Politikern die Schuld geben? Die Politik in Bern wird doch immer noch vom Volk gewählt, oder?»

Steuerstreik gegen die Reitschule

Heinz Frei nimmt die Reitschule in Schutz: Diese könne nicht für alle Vorkommnisse im Umfeld zur Verantwortung gezogen werden, schreibt er in seinem Kommentar. «Warum sollte die Reitschule als private Kulturinstitution Aufgaben der Polizei übernehmen?», fragt er.

Dem widerspricht Fritz Meier und kommt auf die Kooperation der Reitschule mit der Polizei zu sprechen. Im Momente biete die Reitschule den Randalierern grosszügig Unterschlupf. Roger Duppenthaler findet: «So lange man (Anm. d. Red.: die Reitschule) selber nichts ändern will , sehe ich nicht mehr ein, dass diese auch nur einen Franken erhalten sollte». Willi Weber schlägt gar einen Steuerstreik vor.

Boykott der Partygänger

Paul Lindemann hingegen glaubt, dass die Reitschule benutzt wird, um «ewiggestriges Revolutionsgehabe propagieren zu wollen». Er vergleicht das Verhalten mit Fussballspielen, die von Hooligans für «nachpubertäres Machogehabe» missbraucht würden. Das Problem könne deshalb durch eine Schliessung der Reitschule nicht gelöst werden.

Werner Berger stimmt dem zu: «Die Leute sind immer noch da und werden neue Plätze beanspruchen». Laut Tobias Flückiger sollte «hier mal Durck aufgesetzt werden und all die tollen Partygänger sollten die 031er-Bar ganz einfach boykottieren.»

Ein Zaun um Bern

Andreas Spring appeliert an die «Zivilcourage der anständigen Kulturgäste». Diese würde ausreichen, um den Deppen aufzuzeigen: «So nicht, und schon gar nicht hier». Walter Bossert fordert sogar eine neue Hauptstadt und will einen Zaun um Bern aufstellen, denn «diese Stadt strahlt nur noch negative Impulse aus», schreibt er. Und für Franziska Ruth Hulliger ist die Reitschule einfach nur «ein Schandfleck für Bern».

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