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Bern – die Stadt der offenen Ohren

Vor einem Jahr errang die Linke in der Stadt Bern eine beispiellose Übermacht. Man befürchtete ein rot-grünes Muskelspiel. Daraus wurde ein laues Lüftchen.

Regieren manchmal, als schlichen sie durchs Unterholz: Franziska Teuscher (GB), Reto Nause (CVP), Alec von Graffenried (GFL), Ursula Wyss und Michael Aebersold (beide SP) im Erlacherhof.
Regieren manchmal, als schlichen sie durchs Unterholz: Franziska Teuscher (GB), Reto Nause (CVP), Alec von Graffenried (GFL), Ursula Wyss und Michael Aebersold (beide SP) im Erlacherhof.
Beat Mathys

Auch heute, ein gutes Jahr nach den städtischen Wahlen vom November 2016, ist schwer zu beurteilen, wer den Schock des krassen Wahlresultats besser verdaut hat. Ob die siegreiche Linke oder die krachend unter­legene Rechte.

Die Bürgerlichen mussten die Abwahl von FDP-Finanzdirektor Alexandre Schmidt schlucken, der sich als «Stachel im rot-grünen Fleisch» verstanden hatte. Und sie mussten akzeptieren, dass ihnen mit dem einsamen Cowboy Reto Nause (CVP) als Sicherheitsdirektor nur ein einziger und zudem softer Vertreter ihres Lagers in der fünfköpfigen Stadtregierung verblieb.

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