Bern City: Gegen die neuen Gebühren

Bern

Der Sauberkeitsrappen müsse bekämpft werden, sagte Sven Gubler, Direktor der Innenstadtorganisation Bern City, an der Mitgliederversammlung vom Freitag.

«Der ‹Sauberkeitsrappen› muss bekämpft werden.» Der Direktor von Bern City, Sven Gubler an der Mitgliederversammlung am Freitag (Archivbild).

«Der ‹Sauberkeitsrappen› muss bekämpft werden.» Der Direktor von Bern City, Sven Gubler an der Mitgliederversammlung am Freitag (Archivbild).

(Bild: Urs Baumann)

Die Stadt Bern wendet jährlich 12 Millionen Franken für die Abfallentsorgung auf. Nun will der Gemeinderat finanziell mittels eines «Sauberkeitsrappens» auch jene in die Pflicht nehmen, die den Abfall verursachen, darunter Lebensmittelläden, Take-aways und Eventveranstalter. Das Modell sieht vor, dass das Gewerbe je nach Umsatz belastet wird.

Das funktioniere nicht, meinte Sven Gubler, Direktor der Innenstadtorganisation Bern City, am Freitag an der Mitgliederversammlung. «Viele Geschäfte würden ihren Umsatz gar nicht deklarieren», sagte er. «Der ‹Sauberkeitsrappen› muss bekämpft werden.» Sponsoren für Beleuchtung

Nicht die Stadt Bern, sondern die Innenstadtvereinigung Bern City wendet jedes Jahr 75'000 Franken für die Weihnachtsbeleuchtung auf. Auch daran störte sich Direktor Gubler. Er stellte die Frage in den Raum, ob die Beleuchtung wirklich die alleinige Aufgabe von Bern City sei. Man wolle jetzt Partner finden, die sich finanziell daran beteiligten.

Durchzogenes Nachtshopping

Ein Dorn im Auge ist dem Präsidium auch etwas anderes: die Demonstrationen in der Stadt Bern. Die Versammlungsfreiheit sei zwar gut und recht, aber Bewilligungen sollten erst nach Ladenschluss ausgesprochen werden, «und gegen unbewilligte Demos muss hart durchgegriffen werden», sagte Gubler.

Traktandiert waren auch die Aktivitäten der Vereinigung. Die Bilanz der Mitglieder bezüglich des kürzlich durchgeführten Nachtshoppings sei durchzogen. Nur ein Drittel habe den Anlass als «wirklich gut» bewertet. Allerdings hätten viele zu wenig Werbung dafür gemacht. Ein anderer Event, nämlich «Das besondere Objekt», findet neu nicht mehr im Spätherbst, sondern im Frühsommer statt. Das nächste Mal am 12./13.Juni 2015.

Berner Zeitung

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