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Berlinger startet aus starker Position

Die SP-Kandidatin Annemarie Berlinger machte im ersten Wahlgang für das Könizer Gemeindepräsidium am meisten Stimmen vor FDPler Hans-Peter Kohler. Die definitive Entscheidung wird am 22. Oktober im zweiten Wahlgang fallen.

Hatte gestern gut lachen: Annemarie Berlinger (SP) machte von allen Kandidierenden das beste Resultat.
Hatte gestern gut lachen: Annemarie Berlinger (SP) machte von allen Kandidierenden das beste Resultat.
Raphael Moser

Noch sind im Rennen um das Könizer Gemeindepräsidium die Würfel nicht gefallen. Im ersten Wahlgang erreichte niemand das absolute Mehr von 6024 Stimmen. Es wird deshalb ein zweiter Wahlgang nötig sein. Klar ist jedoch: Annemarie Berlinger wird aus einer starken Position in den zweiten Durchgang starten. Die SP-Kandidatin machte mit 3511 Stimmen (29,1 Prozent) das beste Resultat von allen. Hinter ihr folgte FDPler Hans-Peter Kohler mit 2546 Stimmen (21,1 Prozent).

«Das gibt Schub für den zweiten Wahlgang», sagte Berlinger am Sonntag kurz nach der Bekannt­gabe des Resultats. Mit knapp 1000 Stimmen mehr als Verfolger Kohler sei der Abstand «doch relativ deutlich», freute sie sich.

Gut gelaunt nahm auch der Zweitplatzierte Hans-Peter Kohler das Ergebnis zur Kenntnis. Als bester bürgerlicher Kandidat abzuschneiden – das habe er sich erhofft. «Da kann man sehr zufrieden sein.» SVP-Kandidat Christian Burren reihte sich mit 2225 Stimmen (18,5 Prozent) als Drittplatzierter ein.

Es kommt zum Zweikampf . . .

Auch wenn SVP und FDP erst heute definitiv über das weitere Vorgehen entscheiden, ist klar, dass sie nur mit einem bürgerlichen Kandidaten in den zweiten Wahlgang steigen werden. «Alles andere wäre Unsinn», sagte Burren. Er dürfte folglich Kohler den Vortritt lassen.

Ebenfalls auf nur eine Kandidatur konzentrieren werden sich die Linken. Dass dort Annemarie Berlinger ins Rennen geschickt wird, ist nur noch Formsache. Schlicht zu gross war ihr Vorsprung auf Hansueli Pestalozzi von den Grünen, der mit 1376 Stimmen (11,4 Prozent) nur auf dem fünften und somit zweitletzten Platz landete. «Ich bin so weit zufrieden», sagte dieser trotz mässigem Resultat. Für die Gemeinderatswahl erhoffe er sich aber schon etwas mehr Stimmen. Rund drei Stunden später folgte schliesslich die Erleichterung: Pestalozzi hatte es immerhin in den Gemeinderat geschafft.

Weniger Grund zum Zittern hatte diesbezüglich Thomas Brönnimann. Der Grünliberale und einzige bisherige Gemeinderat holte mit 1659 Stimmen (13,8 Prozent) den vierten Platz bei der Wahl ums Präsidium und ver­teidigte seinen Sitz in der Exekutive locker.

. . . oder gar zum Dreikampf

Offen ist noch, ob Brönnimann den Zweikampf zwischen SP und FDP im zweiten Wahlgang zu einem Dreikampf machen wird – und als Mittekandidat ebenfalls antritt. «Ich schliesse es nicht aus», sagte Brönnimann. Er persönlich sei bereit dazu und möchte den Wählern eine Alternative bieten. Definitiv wollte sich die GLP am Sonntag über das weitere Vorgehen noch nicht festlegen – auch nicht darüber, wen die Partei unterstützen würde, sollte sich Brönnimann zurückziehen.

Sicher nicht mehr antreten wird beim zweiten Wahlgang Thomas Frey (BDP). Er landete mit gerade einmal 730 Stimmen (6,1 Prozent) abgeschlagen auf dem letzten Rang.

Mit 44,8 Prozent war die Wahlbeteiligung etwas kleiner als bei der Präsidiumswahl vor vier Jahren. Im zweiten Wahlgang am 22. Oktober dürfte sie dann nochmals etwas geringer ausfallen, weil dann nicht noch parallel nationale Abstimmungen stattfinden werden.

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