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Berater über «Schütz»-Krawalle: «Jugendliches Imponiergehabe»

Thomas Kessler vergleicht die Gewalttäter auf der Schützenmatte mit Hooligans. Beiden gehe es primär um Aufmerksamkeit. Der Integrationsexperte stand der Stadt Bern beim Reitschule-Dossier beratend zur Seite.

Michael Bucher
«Organisierte Gewalt dient immer dem Selbstzweck», sagt Thomas Kessler. Foto: Raisa Durandi
«Organisierte Gewalt dient immer dem Selbstzweck», sagt Thomas Kessler. Foto: Raisa Durandi

In Bern errichten rund vierzig gewaltbereite Chaoten eine Barrikade und zünden diese an. Mit Helm und Schutzbrillen warten sie auf die Polizei, um sich eine Strassenschlacht zu liefern. Gehts da noch um eine politische Botschaft, oder ist es Gewalt als Selbstzweck?

Die Aktion wurde offensichtlich im Vorfeld geplant. Wenn Gewaltausübung organisiert wird, dient sie dem Selbstzweck. Die Legitimation dahinter ist in so einem Fall konstruiert. Da ist es egal, ob die Gewalt von angeblich links oder rechts kommt oder ob sie religiös oder ökologisch motiviert ist. In den USA etwa wenden selbst Abtreibungsgegner Gewalt an.

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