Bern

Belgisches Restaurant für Bern

BernDas Biercafé Au Trappiste eröffnet in der Berner Rathausgasse eine gleichnamige Brasserie. Dort soll auch der Gerstensaft eine Rolle spielen, aber primär die belgische Küche.

Das Team im neuen Restaurant: Christoph Häberli, Oli Vurchio, Nina Müller und Eliane Münger.

Das Team im neuen Restaurant: Christoph Häberli, Oli Vurchio, Nina Müller und Eliane Münger. Bild: Nicole Philipp

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Ins Biercafé Au Trappiste in der Rathausgasse gehen Bierlieb­haber wegen der Auswahl an 110 Bieren. Nun eröffnen Oli ­Vurchio und Eliane Münger, die das bestehende Trappiste führen, mit der Gastronomin ­Nina ­Müller in ­derselben Strasse eine Brasserie unter gleichem Namen. «Aber das Biercafé ist unser Baby, und das geben wir nicht her», sagt der 40-jährige Vurchio. Er und seine Partnerin Münger sind Quereinsteiger, liessen sich in Italien von einer Weinbar inspirieren und eröffneten 2013 das Biercafé.

Im neuen, noch leeren Lokal war vorher ein Designerladen und ganz früher unten ein Stall und oben ein Heustock, wovon der ­alte Holzboden zeugt. Hier oben sollen Toiletten und ein Büro entstehen. Die Umbauarbeiten dürften noch einiges zutage fördern: Pflastersteine am Boden und auch das Mauerwerk wollen sie freilegen. Eine Bewilligung wird demnächst publiziert.

In die Gasse verliebt

Kochen wird Christoph Häberli, der noch im Arcadia Taberna ­Romana in Ittigen kocht. ­Geplant sind 30 Innenplätze, einige an einem langen Holztisch, und bis zu 20 Aussenplätze. «In einem kleinen Restaurant zu kochen, war immer mein Traum», sagt der 32-jährige Häberli. Beim neuen Arbeitgeber dauert es noch mindestens bis Ende Jahr, bis der Küchen­solist anfangen kann. Vurchio ist auch von der Lage in der Nähe des Rathausplatzes ­begeistert: «Ich liebe die Rathausgasse. Gut ist, dass wir mit dem neuen Lokal weiter unten sind, hier kann man in Ruhe ­essen.»

Fürs Menü reisten Koch und ­Inhaber nach Belgien, wo sie sich durch ein Bierfestival tranken, mit Köchen sprachen und sich durch die Spezialitäten assen. Wer diese Küche auf Fritten, ­Muscheln und Waffeln reduziere, liege falsch: «Belgien grenzt ans Meer, bald ist Wildsaison, und Gemüse gibt es auch», sagt Münger.

Geheimes Menü

Was auf dem Trappistenmenü ­stehen wird, verraten sie nicht. Dem Pöstli, Ringgenberg, und Chez Edy, die man für Muscheln ansteuert, wollen sie keine ­Konkurrenz machen. «Unsere Küche ist gehoben, aber nicht stier. Traditionelles neu interpretiert und ohne weisse Tischtücher», führt Müller aus. Auch in der Brasserie spielt Bier eine Rolle. «Wir wollen das auf den nächsten Level bringen. Bier passt nicht nur zu Pizza und Burger, sondern auch zu einer gehobenen Küche», so ­Müller. Vor fünf Jahren wäre es zu früh gewesen, doch jetzt sei Bern reif dafür. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.09.2018, 08:44 Uhr

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