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Bei den Senioren boomt Latein

Was für viele Mittelschüler der pure Horror ist, gilt bei Senioren als neuer Trend: Der Kurs «Latein im Alltag» von Pro Senectute ist zurzeit überfüllt. Anders als in der Schule müssen die Senioren aber keine Verben büffeln.

Sandra Rutschi
Peter Rothenfluh vor seiner Lateinklasse im Berner Generationenhaus. Im Vordergrund sitzt Neva Bernasconi.
Peter Rothenfluh vor seiner Lateinklasse im Berner Generationenhaus. Im Vordergrund sitzt Neva Bernasconi.
Susanne Keller

Es ist für die meisten Mittelschüler und Studenten kaum vorstellbar, dass sich jemand freiwillig Lateinunterricht antut. Doch es gibt sie tatsächlich, die Fans der ausgestorbenen Sprache: Zwölf Frauen und vier Männer sitzen bereits zehn Minuten vor Beginn im Berner Generationenhaus am Bahnhofplatz und warten darauf, dass der Pro-Senectute-Kurs «Latein im Alltag» endlich losgeht. Jeder Platz ist besetzt. Der wohl Jüngste im Raum ist der Kursleiter, Peter Rothenfluh (63). Es ist längst mucksmäuschenstill, als er das Wort ergreift. «Ist Ihnen in der letzten Woche etwas Lateinisches begegnet? Oder haben Sie gar auf Lateinisch geträumt?», fragt er in die Runde.

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