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Baubeginn der Deponie verzögert sich

Der Baubeginn für die Deponie im Grossacher von Ferenbalm/Wileroltigen wird sich um rund sechs Monate verschieben. Ende 2019 hätte man starten wollen.

Neben der Autobahn, auf Boden von Wileroltigen und Ferenbalm, soll eine Bauschuttdeponie entstehen. © Adrian Moser Neben der Autobahn, auf Boden von Wileroltigen und Ferenbalm, soll eine Bauschuttdeponie entstehen.
Neben der Autobahn, auf Boden von Wileroltigen und Ferenbalm, soll eine Bauschuttdeponie entstehen. © Adrian Moser Neben der Autobahn, auf Boden von Wileroltigen und Ferenbalm, soll eine Bauschuttdeponie entstehen.
Adrian Moser

Zehn Eingaben machten besorgte Anwohner zum Mitwirkungsbericht der geplanten Deponie Grossacher auf dem Gebiet von Wileroltigen und Ferenbalm. Anwohner sind alarmiert wegen der Verkehrsbelastung, die die Deponie mit sich brächte: Rund fünfzig Lastwagen pro Tag wurden errechnet.

«Eine Kantonsstrasse ist eben eine übergeordnete Verbindungsachse, die von allen be­fahren wird. Und Deponien braucht es», sagt Martin Eichenberger, Präsident der Planungskommission und Gemeinderat von Ferenbalm. Und: «Jedes Bauvorhaben verursacht Schutt, der irgendwo gelagert werden muss.» Er verspricht, dass mit den betroffenen Anwohnern noch das Gespräch gesucht werde.

Jährlich 6'400 Fahrten

Irgendwo, das ist in diesem Fall der Grossacher. In einer leichten Vertiefung, direkt neben der A1, sollen bis 1,4 Millionen Kubikmeter loser Bauschutt deponiert werden. Um diesen hinzufahren, braucht es 6'400 Transporte pro Jahr. Diese würden das Dorf Rizenbach zusätzlich belasten. Dort fahren schon jetzt täglich um die 3'000 Fahrzeuge über die Kantonsstrasse. Mit der Deponie würden durchschnittlich weitere je drei Lastwagenfahrten pro Stunde und Richtung dazukommen. Das macht den Anwohnern Sorgen, vor allem wegen der Kinder. Befindet sich doch an diesem Teil der Kantonsstrasse kein Trottoir.

Derzeit laufen Verhandlungen zwischen der Bauherrin, den Grundeigentümern und betroffenen Gemeinden. Letztere können mit dem sogenannten Deponiebatzen rechnen. «Normalerweise erhalten Landbesitzer von den Verursachern einen Anteil der Gebühren für das Deponieren», erklärt Martin Eichenberger. Zudem können die Gemeinden von den Grundbesitzern eine Mehrwertabschöpfung verlangen, die etwa für die Infrastrukturanlagen oder für sicherheitstechnische Verbesserungen eingesetzt wird.

Schwierige Einigung

Wie hoch diese Abgaben sein werden, darüber wird nun schon monatelang verhandelt, eine Einigung steht noch aus. «Die Verhandlungen dauern länger, als wir geplant haben», sagt Eichenberger. Damit verzögere sich der Baubeginn um etwa sechs Monate. «Es ist aber sicher besser, sich Zeit zu geben, damit alles geregelt ist.»

Auch die Vorprüfung beim Kanton, das Auflageverfahren und die Einspracheverhandlungen brauchen Zeit. Deshalb werden die Gemeindeversammlungen Ferenbalm und Wileroltigen wohl nicht wie vorgesehen Ende 2019 über die Deponie abstimmen, sondern bestenfalls ein halbes Jahr später.

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