Bald ein Laden im Quartier

Laupen

Seit vier Jahren fehlt in Laupen linksseitig der Sense eine Einkaufsmöglichkeit. Jetzt soll ein Ladencontainer aufgestellt werden.

Das Ritz-Areal wird seit der Schliessung des Betriebs nicht mehr genutzt. Nun soll dort ein Ladencontainer aufgestellt werden.

Das Ritz-Areal wird seit der Schliessung des Betriebs nicht mehr genutzt. Nun soll dort ein Ladencontainer aufgestellt werden.

(Bild: Manuel Zingg/Archiv)

Als der Coop von der Bösingenstrasse ins Poly-Areal zog, stand die Laupner Bevölkerung linksseitig der Sense ohne Einkaufsmöglichkeit da. Das ist nun vier Jahre her und sorgt immer noch für Unmut.

Nun soll sich die Situation zum Besseren wenden: Nachdem ein Volg in der alten Käserei und eine Migros in der ehemaligen Grossbäckerei Ritz sich als blosse Gerüchte entpuppten, will mit Verenas Freshcorner AG ein Start-up-Unternehmen in die Lücke springen: Die Firma hat vor, auf dem Areal von Ritz einen Ladencontainer zu platzieren. Ein entsprechendes Baugesuch hat sie bereits gestellt. Gemäss diesem wollen die Verantwortlichen von Verenas Freshcorner eine Art mobilen Hofladen betreiben – befristet bis Ende 2024.

Bewilligung nötig

Für den Container ist eine Ausnahmebewilligung nötig. Diese steht noch aus. «Aber wir wollen ja einen Laden in diesem Quartier. Deshalb dürfte diese Bewilligung kein Problem sein», sagt Gemeindepräsident Urs Balsiger (SVP). 

Das Ritz-Areal wird seit der Schliessung des Betriebs nicht mehr genutzt. Möglicherweise soll dort wie auf dem angrenzenden ehemaligen Coop-Areal Wohnraum entstehen. Um eine Entwicklung zu ermöglichen, legte die Gemeinde eine Planungszone über das Gebiet. Damit gebaut werden kann, braucht es eine Zonenplanänderung, die die Gemeindeversammlung noch genehmigen muss.

Nur Frisches

Hofladen nennen die Verantwortlichen das mobile Geschäft, weil es ausschliesslich frische, möglichst einheimische Waren anbieten wird. Und Verena, weil man einen Hofladen mit bäuerlichen Produkten nicht Tante Emma nennen wollte, erklärt Christian Blaser, Projektleiter bei Verenas Freshcorner AG.

«Das Angebot wird sich auf Früchte, Gemüse, Salate, Fleisch, Milchprodukte und Eier beschränken», erklärt er und betont, dass er als gelernter Gemüsegärtner der Landwirtschaft sehr nahestehe.

Der mobile Laden ist der Erste seiner Art, ein Versuch, von dem Blaser hofft, dass das Angebot bei der Kundschaft gut ankommen wird. «Wir wollen schauen, wie sich unser Verkaufskonzept entwickelt», sagt er. Deshalb wolle man vorsichtig anfangen und die Öffnungszeiten den Bedürfnissen der Bevölkerung anpassen. 

Berner Zeitung

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