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Bahnhof Bern: Passerelle zu den Gleisen 49/50 ist «nicht machbar»

Vier Grossräte verlangten in einer Motion den Bau einer Passerelle vom neuen Perron zur Stadtbachstrasse. Dieser ist laut Regierungsrat nicht realisierbar.

Christoph Hämmann
Von den Gleisen 49/50 wird keine Passerelle zur Stadtbachstrasse gebaut. Diese Antwort gab der Berner Regierungsrat auf eine Motion aus dem Grossrat.
Von den Gleisen 49/50 wird keine Passerelle zur Stadtbachstrasse gebaut. Diese Antwort gab der Berner Regierungsrat auf eine Motion aus dem Grossrat.
Christian Pfander

Stolz eröffneten die SBB am Bahnhof Bern vor drei Monaten die Gleise 49 und 50. Dank des «längsten Perrons der Schweiz» können sie beim Bahnhofumbau andere Gleise ausser Betrieb nehmen, ohne den Fahrplan auszudünnen. Pendlerinnen und Pendler reagierten indes kritisch: Die einen konnten ihre bewährten Anschlüsse nicht mehr aufrechterhalten, andere jammerten über den bis zu 400 Meter längeren Weg zum Zug.

Vier Grossratsmitglieder von SP, FDP, BDP und Grünen nahmen das Thema mit einem Vorstoss auf. Für Leute, die im Stadtbachquartier beziehungsweise beim Insel-Areal wohnen oder arbeiten, sei der Umweg zum neuen Gleis «eine Zumutung», schrieben sie – und verlangten den Bau einer Passerelle vom neuen Perron zur Stadtbachstrasse. Angesichts des enorm aufwendigen und teuren Bahnhofumbaus und einer vergleichsweise einfachen und günstigen «Überbrückung der letzten 25 Meter zwischen Perronende und Stadtbachstrasse» sei eine solche gerechtfertigt. «Die SBB werden sich als kundenorientiertes Unternehmen auf diesen Vorschlag einlassen müssen.»

«Viel zu optimistisch»

Werden sie nicht, geht nun aus der Antwort des Regierungsrats hervor. Abklärungen hätten «gezeigt, dass die Passerelle nicht machbar ist». Die Annahmen der Motionäre punkto Machbarkeit, Kosten, Finanzierung und Potenzial seien «viel zu optimistisch». So würde die Stadtbachstrasse rund 5 Meter tiefer als die Passerelle liegen; die Strasse sei aber viel zu schmal, um dort eine Treppe zur Passerelle anzulegen. Zudem müsste diese vom Kanton allein berappt werden und würde den Bahnhofumbau verzögern. Schliesslich würde laut Schätzungen nur rund 1 Prozent der Bahnreisenden von der Passerelle wesentlich profitieren, zumal die Länggasse bereits einen Bahnhofzugang habe.

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