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«Bärner Müntschi» heisst nun «Bärner Mitti»

Am Samstag sollten in der Berner Aarbergergasse der Klub «BM1» und das Restaurant «Bärner Müntschi» eröffnen. Die Brauerei Felsenau erwirkte mit einem Verbot, dass das Restaurant umgetauft wird.

Müssen wohl schon vor der Eröffnung den Namen ändern: Die Betreiber des neuen Lokals.
Müssen wohl schon vor der Eröffnung den Namen ändern: Die Betreiber des neuen Lokals.
zvg

Diskussionen um einen neuen Stern am Berner Klubhimmel: Am Samstag soll an der Aarbergergasse 28 ein so genanntes «All-in-Lokal» eröffnen. Die Vorarbeiten für den grossen Tag liefen seit Juni.

Die Betreiber wollen künftig im Erdgeschoss Schweizer Küche anbieten und im Untergeschoss die Berner zum tanzen bringen. Laut eigenen Angaben setzt man dabei als einziger Club in der Schweiz auf eine der besten Soundanlagen, der sogenannten «Funktion One».

Verwechslungsgefahr mit dem Berner Kultbier

Nicht mit Handkuss nahm dies die Brauerei Felsenau, die am 2. Oktober 2013 beim Handelsgericht ein superprovisorisches Verbot gegen den Namen des Lokals erwirkt hat. Dies, weil das Lokal gleich heissen sollte wie das Kultbier der Berner Brauerei.

«Es ist nicht so, dass wir die Eröffnung des Klubs verhindern wollen», stellt Stefan Simon, Geschäftsführer der Brauerei Felsenau, klar. «Wenn jemand ein anderes Produkt mit diesem Namen lanciert hätte, wäre von unserer Seite sicher kein Einspruch gekommen.»

In diesem Fall sei die Verwechslungsgefahr aber schlicht zu gross. «Wir wollen nicht, dass es so aussieht, als ob wir etwas mit dem Klub zu tun haben.» Auch die Namenswahl bei der Webseite sei mit www.bärner-müntschi.ch schon fast dreist (die Brauerei bewirbt ihr Bier auf www.bärnermüntschi.ch).

Mehrmals abgemahnt

Die Brauerei habe die Betreiber mehrmals schriftlich abgemahnt, sei damit aber auf taube Ohren gestossen. «Die ganze markenrechtliche Auseinandersetzung wird noch dauern. Momentan sind wir aber froh, dass den Betreibern des Lokals im superprovisorischen Verfahren die Benutzung des Namens verboten wurde.»

Auf diese Verfügung reagierten die Betreiber des neuen Lokals am Mittwoch umgehend. «Wir sind persönlich bei der Brauerei vorbeigefahren, haben uns entschuldigt und bereit erklärt, den Namen zu ändern», so die Verantwortlichen des Lokals gegenüber Redaktion Tamedia. Die Brauerei werde im Gegenzug die Klage zurückziehen.

Am geplanten Eröffnungsfest soll sich nichts ändern. Am Mittwochabend schrieben die Betreiber in einer Mitteillung: «Das war unser Fehler. Wir waren uns der Konsequenzen nicht bewusst» Man habe sich einen neuen Namen ausgedacht, der zu den Initialen BM1 passe: Das Restaurant heisse nun Bärner Mitti.

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