Bärner Brocki zieht in die ehemalige Alcadis-Garage

Bern

Die Bärner Brocki zieht vom Pappelweg in die Räumlichkeiten der ehemaligen Alcadis-Garage am Dammweg. Voraussichtlich Ende August öffnet die neue Brocki ihre Türen. Am neuen Standort hat die Bärner Brocki doppelt so viel Platz wie jetzt.

Bald nicht mehr am Pappelweg: Die Berner Brocki (Archivbild).

Bald nicht mehr am Pappelweg: Die Berner Brocki (Archivbild).

(Bild: Stefan Anderegg)

Ralph Heiniger

Seit über einem Jahr stehen die Räumlichkeiten der ehemaligen Alcadis-Garage am Dammweg leer. Doch der Leerstand ist bald vorbei. Ende August will die Stiftung Gewa an dieser Stelle eine Brockenstube und ein Bistro eröffnen. Der Mietvertrag wurde abgeschlossen und das Baugesuch bewilligt, wie Gewa-Geschäftsführer Samuel Schmid bestätigt.

Der neue Standort befindet sich nur 300 Meter von der Gewa-Brocki am Pappelweg entfernt. Am Pappelweg ist die Gewa seit Jahren in einen komplizierten Rechtsstreit verwickelt. Ausbaupläne wurden blockiert, und es hatte sich herausgestellt, dass für den Betrieb einer Brocki am Pappelweg gar keine Bewilligung ­erteilt worden war.

Dieses leidige Kapitel kann die Stiftung Gewa mit dem Umzug abschliessen. Aber auch davon abgesehen sieht Schmid viele Vorteile für die Brocki an der ­neuen Adresse. «Am Pappelweg stösst die Bärner Brocki räumlich an ihre Grenzen. An der Kasse bilden sich oft lange Schlangen», so Schmid. «Die Fläche am Dammweg ist etwa doppelt so gross. »

Schaufenster vor Haltestelle

Ein weiterer Vorteil ist der neue Standort selbst. Er liegt zentraler und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die Bushaltestelle Lorraine befindet sich direkt vor dem Schaufenster. Ausserdem soll in der neuen Brocki das Angebot erweitert werden. Es ist ein Servicepoint geplant, bei dem man Möbel abändern, Kleider anpassen oder zum Beispiel einen Plattenspieler reparieren lassen kann.

Das Wichtigste ist für den Geschäftsführer der Gewa aber, dass die Brocki auch am neuen Ort ihren gewohnten Charakter behalten soll. «Für viele Kunden ist die Bärner Brocki bereits heute mehr als eine Brockenstube: Sie ist ein Ort der Begegnung, ein Quartiertreffpunkt. Und das soll sie auch bleiben», sagt Schmid. Eventuell könnte man neu auch Lesungen oder Konzerte in der Brocki durchführen, so Schmid.

Bis die neue Brocki eröffnet werden kann, müssen die Räumlichkeiten noch saniert und umgebaut werden.

Für berufliche Integration

Die Gewa ist eine Stiftung für die berufliche Integration. Sie bietet Menschen mit einer Invalidenrente und eingeschränkter Leistungsfähigkeit die Möglichkeit, einer ihren Fähigkeiten entsprechenden Arbeit nachzugehen, und hilft bei der beruflichen Wiedereingliederung. In der Bärner Brocki arbeiten zurzeit etwa 60 Personen.

Berner Zeitung

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