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Bärenpark: Im Parlament war der Bär los

Die unerwarteten Mehrkosten für den im Bau befindlichen Bärenpark haben am Donnerstag im Berner Stadtparlament zu reden gegeben. Finanzdirektorin Barbara Hayoz versprach, die Steuerzahler würden trotzdem nicht belastet.

Beinahe fünf Millionen Franken teuerer als veranschlagt dürfte der Bärenpark am Schluss zu stehen kommen: 14,8 statt 9,7 Millionen Franken. Die Geologen hatten sich in ihrem Gutachten über die Beschaffenheit des Untergrundes am Aarehang geirrt. Die Anlage für die Bären soll laut Hayoz wie vorgesehen im Herbst 2009 eröffnet werden. Von einem Scherbenhaufen könne keine Rede sein.

Gewiss sei die Geschichte für alle mühsam, für sie ganz besonders, sagte die Finanzdirektorin. «Aber wo ist das Problem? wir haben ein Superprojekt. Jetzt müssen wir halt noch mehr Geld sammeln.» Die Finanzierung werde ausschliesslich durch Dritte, als Sponsoring erfolgen. Für den Steuerzahler sollen die Mehrkosten keine Folgen haben.

Die Abteilung Stadtbauten hat vorerst die Übergangsfinanzierung übernommen. Die Finanzkompetenzen seien in diesem Zusammenhang nicht überschritten worden, versicherte Hayoz Luzius Theiler (GPB), der ebendies angemahnt hatte. Hayoz erklärte weiter, man sei dabei, die Verantwortlichkeiten für die Fehleinschätzung zu prüfen.

Zuvor hatten namentlich Sprecher von SP und GB/JA scharfe Kritik am Entstehen der Mehrkosten und der Informationspolitik geübt. Bei sorgfältigeren geologischen Abklärungen wären mindestens 2,8 Millionen Franken Mehrkosten zu verhindern gewesen, sagte Giovanna Battagliero (SP).

Wenn man von Anfang an gewusst hätte, dass der Park fast 15 Millionen Franken kosten würde, hätte man das Projekt wohl fallengelassen, vermutete Hasim Sancar (GB). Die Mehrkosten dürften auf keinen Fall dem Steuerzahler aufgehalst werden. Erstaunt und beunruhigt zeigte sich auch Conradin Conzetti (GFL). Markus Kiener (FDP) warf den linken Kritikern billigen Wahlkampf vor.

(SDA)

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