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Bänz Müller will Präsident bleiben

Bänz Müller (SP plus) wird im Herbst erneut als Gemeindepräsident von Wohlen kandidieren. Die Wiederwahl scheint auf guten Wegen. Selbst bei den Bürgerlichen geniesst er viel Rückhalt.

Hans Ulrich Schaad
Bänz Müller in einem Container für Flüchtlinge. Dieses Thema hat für den Gemeindepräsidenten auch in Zukunft eine hohe Priorität.
Bänz Müller in einem Container für Flüchtlinge. Dieses Thema hat für den Gemeindepräsidenten auch in Zukunft eine hohe Priorität.
Tanja Buchser

Er sei «ungemein motiviert und voller Tatendrang». Im Editorial des neuen Gemeindeinfos schreibt Gemeindepräsident Bänz Müller, dass er Wohlen weiterentwickeln will. «Ich trete im Herbst bei den Wahlen wieder an» sagt der 50-Jährige. Offiziell sei er aber von seiner Partei für die Präsidiumswahl von Ende November noch nicht nominiert worden. Das ist aber laut Präsident Martin Lachat reine Formsache. Neben Müller wird ebenfalls SP-Gemeinderätin Eva Zanetti wieder kandidieren.Bänz Müller ist seit gut drei Jahren vollamtlicher Gemeindepräsident von Wohlen. Im Dezember 2013 gewann er die Stichwahl gegen Amtsinhaber Eduard Knecht (FDP) mit gut 400 Stimmen Vorsprung.

Mehr neue Wohnungen

Zu den drei wichtigsten Themen in der neuen Legislatur zählt Müller die Wohnraum- und Energiepolitik und die Flüchtlinge. Dank neuen Einzonungen soll die Einwohnerzahl in den nächsten Jahren auf 9500 gesteigert werden (aktuell rund 9200). Bereits weit fortgeschritten sei das Projekt Uettligen-West. Noch im Anfangsstadium sei die Planung der Parzelle beim Gemeindehaus Wohlen. Die Wohnraumpolitik überschneide sich zudem stark mit Altersfragen.

«Diese Leute ­müssen wir ­integrieren.»

Bänz Müller

Bei der Energiepolitik hofft der Gemeindepräsident, dass die zwei grossen Wärmeverbünde zustande kommen. Für jenen in Uettligen erfolgt demnächst die Baupublikation. Jener in Hinterkappelen, bei dem Energie aus Seewasser gewonnen wird, befindet sich in der Detailplanung. «Wir möchten das Label Energiestadt beibehalten», sagt Bänz Müller zur Energiepolitik.

Keine Selbstläufer

Die Flüchtlinge und Asylsuchenden sind dem früheren Lehrer Ein wichtiges Anliegen. Aktuell wohnen in der Gemeinde gut 100 Personen in oberirdischen Un­terkünften und Wohnungen. «Diese Leute müssen wir integrieren», betont Müller. Immer unter dem Gesichtspunkt, was die Gemeinde machen könne und dürfe. Ebenfalls am Ball bleiben will Bänz Müller beim öffentlichen Verkehr und bei der Kultur, das seien keine Selbstläufer. Bei den Schulen müsse man schauen, ob das aktuelle Modell mit getrennten Real- und Sekundarklassen noch zeitgemäss sei.

Bänz Müller hat «keine Ahnung», ob er herausgefordert wird: «Warten wir es ab.» Die im Gemeinderat vertretenen Parteien sind mit der Arbeit von Müller im Grossen und Ganzen zufrieden, auch die Bürgerlichen. Die SVP werde keinen Gegenkandidaten stellen, sagt Co-Präsident Andreas Remund. Gleich tönt es bei der BDP. Einzig die FDP lässt sich nicht in die Karten schauen. Die Partei sei daran, die Strategie zu definieren, schreibt Präsident Claude Vuffray. Deshalb sei es noch zu früh, über Kandidierende und Szenarien zu reden.

Die Grünen würden Bänz Müller sicher nicht herausfordern, sagt Parteipräsident Thomas Gerber. «Müller macht seine Sache gut und hat einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung.» Ziel der Grünen sei es, mit einer vollen Liste zu den Gemeinderatswahlen anzutreten. Zurzeit liefen Gespräche mit möglichen Kandidierenden. Mitte März könne er konkrete Namen nennen, sagt Gerber. Fest steht, dass Gemeinderätin Maria Iannino wieder kandidiert.

Erneut kandidieren werden die Gemeinderätinnen Susanne Schori (SVP) und Anita Herrmann (BDP).

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