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Ausbruch aus dem Kimono

Die minimalistische Inszenierung von Henrik Ibsens Drama «Nora» begeistert mit starken Darstellern und einem Bühnenbild von beklemmender Schönheit.

Subversiver Tanz: Nora (Sophie Melbinger), als aufmüpfige Geisha, und Ehemann (Arne Lenk).
Subversiver Tanz: Nora (Sophie Melbinger), als aufmüpfige Geisha, und Ehemann (Arne Lenk).
Annette Boutellier/zvg

Ein elegantes Zuhause, ein gut verdienender Mann, und nichts zu tun ausser Tee trinken und gut aussehen: Nora (Sophie Melbinger) hat es geschafft. Doch ihr «goldener Käfig» ist ebenso schön wie beklemmend: Ein von japanischer Architektur inspiriertes Gitter (Bühne: Damian Hitz) umgibt die auf Tatami-Matten herumlümmelnde Schöne. Ihr Inseldasein wird zusätzlich unterstrichen durch dunkles Wasser, das ihren Bereich umgibt. Nora erhält zwar Besuch, verlässt aber nie das Haus. Zumindest vorerst.

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