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«Aufstand der Vernunft» gefordert

Dreimal innerhalb einer Woche kam es in Bern zu Scharmützeln zwischen Demonstranten und der Polizei. Einzelne Politiker üben Kritik in Communiqués und auf Twitter. Die Linke schweigt weitgehend.

chi/jsz
Polizisten räumen von Randalierern errichtete Barrikaden weg.
Polizisten räumen von Randalierern errichtete Barrikaden weg.
Jürg Spori
Wurde arg in Mitleidenschaft gezogen: Die Neubrückstrasse nach den Ausschreitungen.
Wurde arg in Mitleidenschaft gezogen: Die Neubrückstrasse nach den Ausschreitungen.
Keystone
Nach den Krawallen sind die Strassen mit Steinen übersät.
Nach den Krawallen sind die Strassen mit Steinen übersät.
Keystone
Polizisten sichern die Neubrückstrasse, nachdem die Situation eskalierte.
Polizisten sichern die Neubrückstrasse, nachdem die Situation eskalierte.
Keystone
Im Hintergrund ist eine von Vermummten errichtete Barrikade zu sehen, die anschliessend von der Polizei weggeräumt wurde.
Im Hintergrund ist eine von Vermummten errichtete Barrikade zu sehen, die anschliessend von der Polizei weggeräumt wurde.
Keystone
Solche Szenen spielten sich am späten Samstagabend vor der Reitschule ab.
Solche Szenen spielten sich am späten Samstagabend vor der Reitschule ab.
Jürg Spori
Scherben, Tränengas, Rauchpetarden:
Scherben, Tränengas, Rauchpetarden:
Jürg Spori
Einer von mehreren Wasserwerfern, die am Samstagabend eingesetzt wurden.
Einer von mehreren Wasserwerfern, die am Samstagabend eingesetzt wurden.
Jürg Spori
Vermummte liefern sich vor der Reitschule eine Strassenschlacht mit der Polizei.
Vermummte liefern sich vor der Reitschule eine Strassenschlacht mit der Polizei.
Jürg Spori
Polizisten werden mit Flaschen und Steinen angegriffen...
Polizisten werden mit Flaschen und Steinen angegriffen...
Jürg Spori
Die dunklen Sonnenbrillen dienten den Polizisten als Sichtschutz, damit sie nicht mit Laserpointern geblendet werden können.
Die dunklen Sonnenbrillen dienten den Polizisten als Sichtschutz, damit sie nicht mit Laserpointern geblendet werden können.
Raphael Moser
Demonstranten feuern Leuchtpetarden gegen Polizisten ab, diese antworten mit dem Wasserwerfer.
Demonstranten feuern Leuchtpetarden gegen Polizisten ab, diese antworten mit dem Wasserwerfer.
Raphael Moser
Polizisten drängen an einer von Randalierern errichteten Strassensperre vorbei.
Polizisten drängen an einer von Randalierern errichteten Strassensperre vorbei.
Raphael Moser
Polizisten auf der Neubrückstrasse. Mit den Steinen, die am Boden liegen, wurden die Einsatzkräfte beworfen.
Polizisten auf der Neubrückstrasse. Mit den Steinen, die am Boden liegen, wurden die Einsatzkräfte beworfen.
Raphael Moser
Rechts oben ist der brennende Lieferwagen zu erkennen.
Rechts oben ist der brennende Lieferwagen zu erkennen.
Raphael Moser
Polizisten in Vollmontur verteidigten sich gegen Angriffe von Demonstranten.
Polizisten in Vollmontur verteidigten sich gegen Angriffe von Demonstranten.
Jürg Spori
In der Nähe der Abstellgleise an der Neubrückstrasse...
In der Nähe der Abstellgleise an der Neubrückstrasse...
Jürg Spori
...setzten Randalierer ungefähr um 22 Uhr...
...setzten Randalierer ungefähr um 22 Uhr...
Raphael Moser
...einen Lastwagen in Flammen.
...einen Lastwagen in Flammen.
Jürg Spori
Offenbar gehört der Lieferwagen der SBB.
Offenbar gehört der Lieferwagen der SBB.
Nik Sarbach
Verängstigte Partygäste verfolgen das Geschehen aus dem Innern der Reitschule. In der Nacht von Freitag auf Samstag findet im Dachstock eine Drum'N'Bass Party statt. Der Anlass ist ausverkauft.
Verängstigte Partygäste verfolgen das Geschehen aus dem Innern der Reitschule. In der Nacht von Freitag auf Samstag findet im Dachstock eine Drum'N'Bass Party statt. Der Anlass ist ausverkauft.
Raphael Moser
...und reagieren darauf mit dem Einsatz von Tränengas und Wasserwerfer.
...und reagieren darauf mit dem Einsatz von Tränengas und Wasserwerfer.
Jürg Spori
Die Demonstranten errichteten auf der Schützenmattstrasse mit Containern...
Die Demonstranten errichteten auf der Schützenmattstrasse mit Containern...
Jürg Spori
...und Absperrgittern Barrikaden und zündeten diese an.
...und Absperrgittern Barrikaden und zündeten diese an.
Jürg Spori
Auch auf der Neubrückstrasse wurden mit Gittern Barrikaden errichtet.
Auch auf der Neubrückstrasse wurden mit Gittern Barrikaden errichtet.
Jürg Spori
Unter anderem das Errichten der Barrikaden führte dazu, das die Situation eskalierte.
Unter anderem das Errichten der Barrikaden führte dazu, das die Situation eskalierte.
Jürg Spori
So sperrte die Polizei die Strassen ab: Im Hintergrund sind die Absperr-Jeeps zu sehen, 20 Meter davor wurde ein Absperrband angebracht. Wer dieses überschreitet, wird mittels Wasserwerfer und Gummischrot zurückgedrängt.
So sperrte die Polizei die Strassen ab: Im Hintergrund sind die Absperr-Jeeps zu sehen, 20 Meter davor wurde ein Absperrband angebracht. Wer dieses überschreitet, wird mittels Wasserwerfer und Gummischrot zurückgedrängt.
Jürg Spori
Die Polizei lässt den Demonstranten keine Wahl:
Die Polizei lässt den Demonstranten keine Wahl:
Jürg Spori
Nach mehreren Runden um die Reitschule kommt der Demonstrationsumzug schliesslich auf dem Vorplatz zum Stillstand.
Nach mehreren Runden um die Reitschule kommt der Demonstrationsumzug schliesslich auf dem Vorplatz zum Stillstand.
Jürg Spori
Hier marschierte der Demonstrationsumzug noch.
Hier marschierte der Demonstrationsumzug noch.
Jürg Spori
Um 20.40 Uhr marschierte ein Demonstrationsumzug mit geschätzten 500 Teilnehmern aus der Reitschule in Richtung Henkerbrünnli.
Um 20.40 Uhr marschierte ein Demonstrationsumzug mit geschätzten 500 Teilnehmern aus der Reitschule in Richtung Henkerbrünnli.
Jürg Spori
Die Kantonspolizei Bern ist beim Bollwerk auch am Samstagabend mit einem Grossaufgebot präsent. Beim Kunstmuseum steht bereits ein Wasserwerfer bereit.
Die Kantonspolizei Bern ist beim Bollwerk auch am Samstagabend mit einem Grossaufgebot präsent. Beim Kunstmuseum steht bereits ein Wasserwerfer bereit.
Jürg Spori
Entlang der Schützenmatt...
Entlang der Schützenmatt...
Jürg Spori
...wurde an jedem Baum...
...wurde an jedem Baum...
Jürg Spori
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Nach der gewaltsamen Räumung eines besetzten Hauses an der Effingerstrasse am letzten Mittwoch hatte diesmal die Gruppe «RaumRaub» zu einer Kundgebung aufgerufen, um für «Freiräume statt Zwangsräumung» zu demonstrieren. Am Samstagabend fand bereits die dritte Protestkundgebung statt, bei der mehrere Personen verletzt wurden, darunter auch zehn Polizisten.

Ihrem Entsetzen über das brennende Bern machten Kulturschaffende und Politiker Luft: «Man stelle sich vor, die Randalierer würden ihre Energie zum Beispiel für Flüchtlingsbetreuung einsetzen», schreibt der Dichter und Performer Jürg Halter auf Twitter.

GFL-Stadtrat ­Manuel C. Widmer fordert einen «Aufstand der Vernunft». SVP-Stadt- und Nationalrat Erich Hess nutzte den «linken Reithalle-Terror» für einen Werbespot für die Reitschule-Schliessung.

Das Kollektiv «Raumraub», auf dessen Facebook-Seite militante Demoaufrufe gepostet werden, hat die CVP-Stadtparlamentarier Milena und Michael Daphinoff zu einer kleinen Anfrage motiviert: Sie wollen vom Gemeinderat wissen, ob er die Kosten beziffern könne, welch die von «Raumraub» initiierten Aktionen aus­lösten.

Erneut Schliessung der Reitschule gefordert

Auf Twitter werden die Eskalationen im Allgemeinen mehrheitlich scharf verurteilt, manche User fordern die Schliessung der Reithalle.

Ein Twitterer forderte, die gewalttätigen Personen statt der Reitschule zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Betreiber der Reitschule nehmen auf Twitter keine Stellung, sondern bedanken sich bei ihrem Personal dafür, dass der Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

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