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Aufregung um 211 Stimmzettel

Bei der Schulabstimmung in Konolfingen war die Rede von 211 ungültigen Stimmen. Dieser Verdacht entpuppt sich jedoch als falsch.

Konolfingen
Konolfingen
Christian Pfander

Angefangen hat alles mit einem Artikel in der «Wochenzeitung». Diese schrieb: «Dass es sich bei der Gemeindeabstimmung (...) um eine nicht ganz einfache Vorlage handelte, zeigt sich an der hohen Anzahl ungültiger Stimmen: 211 konnten nicht mitgezählt werden, da diese ungültig oder leer waren.»

Am Wochenende zuvor wurde in der Gemeinde Konolfingen über den neuen Schulstandort Stalden abgestimmt: Sollen die acht verschiedenen Standorte in einem zentralisiert werden? Mit nur drei Stimmen Unterschied sagte das Volk denkbar knapp Ja – die Abstimmung konnte ad acta gelegt werden. Dachte man zumindest.

Am Ergebnis nichts geändert

«Die Zeitungsmeldung, dass 211 ungültige Stimmzettel abgegeben wurden, gab mir zu denken», so Marc-André Perrin aus Gysenstein, «auch in der Gemeinde führte sie zu weiteren Diskussionen.» Er selbst stand der Zentralisierung der Schulen schon immer kritisch gegenüber – besonders, weil wenn die Schulen aus den Quartieren verschwinden, auch ein Teil des Sozialgefüges verloren gehe. Mit seinen Ängsten ist Perrin nicht allein: Er und sechzehn weitere Leute reichten letzte Woche insgesamt drei Beschwerden beim Regierungsstatthalter Bern-Mittelland ein.

Was Perrin nicht wusste: Im November gab es tatsächlich eine Differenz von 211 Stimmzetteln. Diese seien aber weder ungültig gewesen, noch hätten sie direkt mit der Schulabstimmung zu tun gehabt, erklärt Gemeindepräsident Daniel Hodel (SVP): «Es handelte sich dabei vielmehr um Personen, die sich zwar zu den gleichzeitig stattgefundenen kantonalen und nationalen Abstimmungen äusserten – den Zettel zu den kommunalen aber nicht eingeworfen haben.»

Zwar seien auch einige Zettel zur Schulabstimmung eingegangen, die entweder leer gelassen wurden oder ungültig waren, da etwa statt eines Ja nur ein Kreuz gesetzt wurde. Diese liessen sich jedoch grösstenteils durch die Variantenabstimmung erklären.

Konstruktive Lösungssuche

Bei der Abstimmung sei «sicher alles sauber abgelaufen», sagt Daniel Hodel. Entsprechend optimistisch bleibt er, was die Entscheidung des Regierungsstatthalters anbelangt: «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Schade wäre nur, wenn sich der Neubau durch die Beschwerden verzögern würde.»

Marc-André Perrin könne diesbezüglich zwar nicht für alle Beschwerdeführenden sprechen. Für ihn sei aber klar: «Wenn der Regierungsstatthalter bestätigt, dass bei der Abstimmung alles sauber ablief, werde ich die Beschwerde nicht weiterziehen.» Viel zu sehr liege ihm eine konstruktive Lösungssuche am Herzen. Denn, so Perrin: «Auch wenn es nicht zwingend ein Neubau sein müsste; Konolfingen braucht dringend mehr angepasste Schulräume.»

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