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Auf dich war stets Verlass, du ungeliebter Plastikrasen

Am Mittwoch kommt der Kunstrasen (*Juni 2006, †Dezember 2011) im Stade de Suisse unter die Erde. Ein Nachruf.

Der Kunstrasen im Stade de Suisse ist bald passé.
Der Kunstrasen im Stade de Suisse ist bald passé.
Jonathan Spirig
Im Stade de Suisse wird in der Winterpause ein Naturrasen verlegt (Archiv BZ).
Im Stade de Suisse wird in der Winterpause ein Naturrasen verlegt (Archiv BZ).
Urs Baumann
Die YB-Spieler werden ihre Spiele nach der Winterpause auf dem Naturrasen austragen.
Die YB-Spieler werden ihre Spiele nach der Winterpause auf dem Naturrasen austragen.
Andreas Blatter
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Du warst ein unerwünschtes Kind. Kaum jemand gratulierte deinem Vater, dem ehemaligen Stade-de-Suisse-CEO Stefan Niedermaier, als er vor Jahren erzählte, du seist unterwegs. Niemand wollte das Kind aus Plastik kennen lernen. Noch vor deiner Geburt wurden die wildesten Gerüchte über dich erzählt. Von einer Krankheit war die Rede, einer Seuche, die bisher niemand kannte. Die Menschen fürchteten sich vor den Granulatkörnchen zwischen deinen künstlichen Grashalmen. Denn diese, so sagte man, enthalten krebserregende Stoffe. Die Plastikrasenärzte bestätigten die Diagnose. Doch sie beruhigten die Fussballschweiz: Es gebe keine Ansteckungsgefahr, die Dosis der ungesunden Stoffe sei dafür zu gering.

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