Asylunterkunft Viktoria schliesst vorzeitig

Bern

Die Asylunterkunft in der ehemaligen Feuerwehrkaserne auf dem Viktoria-Areal wird bereits im September geschlossen. Der Grund ist die anhaltend tiefe Anzahl an Asylgesuchen.

Auf dem Viktoria-Areal werden ab September keine Asylsuchende mehr untergebracht.

Auf dem Viktoria-Areal werden ab September keine Asylsuchende mehr untergebracht.

(Bild: Urs Baumann)

Erst am Donnerstag gab die Stadt Bern ihre Zukunftspläne für die Zwischennutzung auf dem Viktoria-Areal bekannt. Unter der Federführung einer Basler Stiftung sollen unter anderem gemeinnützige Wohnungen entstehen. Daneben sollen die Gastro- und Gewerbebetriebe in der ehemaligen Feuerwehrkaserne weitergeführt werden. Die temporäre Asylunterkunft hingegen soll ab Januar 2019 geschlossen werden.

Nur einen Tag später verkündet der Kanton Bern nun, dass die Flüchtlingsunterkunft bereits im September dieses Jahres geschlossen wird. Als Grund gibt der Kanton die anhaltend tiefen Asylgesuchszahlen an. Ausserdem verfüge man zurzeit über genügend oberirdische Unterbringungsplätze für die vom Bund zugewiesenen Asylsuchenden. «Die bernischen Kollektivunterkünfte sind aktuell mit rund 80 Prozent ausgelastet», heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Und für das laufende Jahr werde mit einer tendenziell sinkenden Auslastung gerechnet.

Seit rund einem Jahr verharren die Gesuchszahlen auf tiefem Niveau, teilt Claudia Ransberger, stellvertretende Leiterin des Migrationsdienstes, auf Anfrage mit. Bereits letztes Jahr wurden deshalb sämtliche Notunterkünfte geschlossen.

Die vorzeitige Schliessung sei mit der Flüchtlingshilfe der Heilsarmee als Betreiberin der Unterkunft und der Stadt Bern zusammen vereinbart worden. Die zurzeit noch in der Kollektivunterkunft beherbergten Asylsuchenden werden durch die Flüchtlingshilfe der Heilsarmee in andere Unterkünfte umplatziert. Gemäss Ransberger sind das derzeit 77 Asylsuchende.

Die temporäre Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Feuerwehrkaserne wurde im Herbst 2015 eröffnet, nachdem die Asylgesuchszahlen kurzzeitig in die Höhe geschossen waren.

mib/pd

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