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Asylunterkunft: Hausverbot für zwei Rentner aufgehoben

Gegen zwei Stadtberner Rentner war ein Hausverbot für die Asylunterkunft im Hochfeld erlassen worden. Dieses wurde nun vom Kanton wieder aufgehoben.

Die Asylunterkunft Hochfeld im Berner Länggassquartier wurde 2012 eröffnet und blieb bis im Frühling 2016 in Betrieb.
Die Asylunterkunft Hochfeld im Berner Länggassquartier wurde 2012 eröffnet und blieb bis im Frühling 2016 in Betrieb.
Christian Pfander
In der Zivilschutzanlage im Hochfeld schliefen mehr als 20 Asylbewerber in einem Raum. Privatsphäre war knapp.
In der Zivilschutzanlage im Hochfeld schliefen mehr als 20 Asylbewerber in einem Raum. Privatsphäre war knapp.
Urs Baumann
Die Anlage wurde oft kritisiert, insbesondere weil die Zivilschutzanlage unterirdisch war.
Die Anlage wurde oft kritisiert, insbesondere weil die Zivilschutzanlage unterirdisch war.
Urs Baumann
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Die Polizei- und Militärdirektion (POM) hat entschieden, das Hausverbot gegen zwei Rentner für die Asylunterkunft Hochfeld wieder aufzuheben. Dies berichtet der «Bund» in der Ausgabe vom Mittwoch. Zwei Jahre lang war die Beschwerde der beiden bei der Direktion liegen geblieben.

Die zwei Rentner aus der Länggasse engagierten sich seit über drei Jahren für die Flüchtlinge im Hochfeld. So boten sie ihnen beispielsweise Deutschkurse an und halfen bei Behördengängen. Im Sommer 2013 gelangten sie mit Kritik an den Zuständen der Asylunterkunft an die Öffentlichkeit.

«Störung der betrieblichen Abläufe»

Im darauffolgenden Herbst sprach die Zürcher Firma ORS AG, welche die Asylunterkunft im staatlichen Auftrag führt, ein unbefristetes Hausverbot gegen die zwei Berner aus. Sie begründete ihren Entscheid damit, dass eine «Störung der betrieblichen Abläufe» von den Rentnern ausgegangen wäre.

Die POM versteht zwar das Vorgehen der ORS AG, da die betroffenen Personen mit ihrer Kritik an der Unterkunft die angespannte Lage noch verschärft hätten. Der Entscheidungsträger, Regierungsrat Hans-Jürg Käser, kommt aber zum Schluss, dass die Massnahme in diesem Fall nicht verhältnismässig sei und darum nicht weiter verlängert werden könne.

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