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Arschlochsalat

«Paradoxe Intervention» lautet gemäss Kinderpsychologen das Zauberwort, um adäquat auf die Schimpfwörter der eigenen kleinen Tochter zu reagieren. Mal schauen, obs funktioniert.

Meine Tochter sagt jetzt Scheisse. Und Arschloch. Manchmal auch beides in einem Satz. «Das sagen im Kindergarten jetzt alle», belehrt sie mich. Klar, ich bin ja auch 164 Jahre alt. Weil früher, als ich im Kindergarten war, wusste ich nicht mal, was ein Arschloch ist. Wirklich nicht. Damals sagte man Löli und Seich. Vielleicht mal Gopfridstutz, wenn man ganz, ganz wütend war.

Und in der Sonntagsschule habe ich gelernt: «Huere» sagt man nicht, weil man damit ausdrückt, «Gott soll mich nicht mehr lieb haben» (O-Ton Sonntagsschullehrerin). Und das wollen wir ja nicht. Bis heute kann ich «huere guet» nur mit schlechtem Gewissen sagen. Von «verdammt» ganz zu schweigen.

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