Mitholz: Welche Überwachung ist nötig?

Kandergrund

Welche ­zusätzlichen Überwachungsmassnahmen für das Munitionslager Mitholz nötig sind, soll möglichst rasch geklärt werden. Dies hat die Arbeitsgruppe anlässlich ihres ersten Treffens beschlossen.

Kein zweites 1947: Eine Arbeitsgruppe untersucht, welche zusätzlichen Überwachungsmassnahmen in Mitholz nötig sind.

Kein zweites 1947: Eine Arbeitsgruppe untersucht, welche zusätzlichen Überwachungsmassnahmen in Mitholz nötig sind.

(Bild: Raphael Moser)

Abklärungen zur Reduktion des Risikos, technische Untersuchungen, Notfallorganisation, rechtliche Aspekte: Diese Themenfelder hat die Arbeitsgruppe, welche die vom Armeemunitionslager Mitholz ausgehende Gefahr weiter untersucht, an ihrer ersten Sitzung vom 15. August bestimmt. Dies teilte das VBS am Donnerstag mit. Zudem soll möglichst rasch geklärt werden, welche zusätzlichen Überwachungsmassnahmen nötig sind.

Ende Juni informiert

Das Munitionslager war 1947 teilweise in die Luft geflogen. Heute befinden sich noch rund 3500 Bruttotonnen Munition mit mehren Hundert Tonnen Sprengstoff in den Anlageteilen und im Schuttkegel. Bundesrat Guy Parmelin hatte Ende Juni vor Ort den Bewohnern die neue Lage erläutert.

Unter anderem müsse die nahe gelegene Truppenunterkunft geschlossen sowie eine Armeeapotheke geräumt werden, dies habe der Zwischenbericht einer Expertengruppe ergeben, sagte Parmelin damals. Der Schlussbericht der Spezialisten werde Ende September dem Bundesrat vorgelegt. Die Unterkunft ist mittlerweile geschlossen worden und die Räumung der Armeeapotheke stehe kurz vor dem Abschluss, teilte das VBS am Donnerstag weiter mit.

Das VBS steht gemäss eigenen Angaben mit den lokalen Behörden weiterhin in engem Kontakt und informiert sie laufend über die Entwicklung. Gemeinsam wurde beschlossen, periodisch Sprechstunden vor Ort anzubieten, an denen Vertreter des VBS für Fragen und Anliegen der Bevölkerung persönlich zur Ver­fügung stehen.

Die erste Sprechstunde findet am 30. August in Kandergrund statt. Zudem wurde entschieden, dass die Hotline eingestellt wird. In der Arbeitsgruppe Mitholz sind nebst Vertretern verschiedenster Bundesämter und des Kantons Bern auch die beiden Gemeinden Kandergrund und Kandersteg sowie das Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental präsent. Wie seit Anfang Juli bekannt ist, wird das Gremium von der ehemaligen VBS-Generalsekretärin Brigitte Rindlisbacher geleitet. Anfang Oktober soll ein zweites Treffen stattfinden.

hau/pd

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