Zum Hauptinhalt springen

Antifaschisten demonstrierten in Bern

Die Neo-Nazis haben ihren für den Samstag geplanten Umzug abgesagt, eine Kundgebung fand in Bern aber trotzdem statt. Mehr als 250 Personen demonstrierten lautstark gegen Rechtsextremismus.

Kurz nach 19 Uhr gings los. Etwa 250 Personen hatten sich vor der Berner Heiliggeistkirche versammelt um gegen Neonazis zu demonstrieren.
Kurz nach 19 Uhr gings los. Etwa 250 Personen hatten sich vor der Berner Heiliggeistkirche versammelt um gegen Neonazis zu demonstrieren.
Jonathan Spirig
Der Umzug fand unter dem Motto «Nicht lange facklen mit Nazis» statt. Eine Anspielung auf den Fackelumzug, den die Rechtsradikalen ursprünglich geplant hatten.
Der Umzug fand unter dem Motto «Nicht lange facklen mit Nazis» statt. Eine Anspielung auf den Fackelumzug, den die Rechtsradikalen ursprünglich geplant hatten.
Jonathan Spirig
Die Passanten wurden aufgefordert, ebenfals mitzumarschieren.
Die Passanten wurden aufgefordert, ebenfals mitzumarschieren.
Jonathan Spirig
1 / 9

Eine Gruppierung aus der rechten Szene hatte für den heutigen Samstag zu einem «Fackelumzug» in der Berner Innenstadt aufgerufen.Nach Gesprächen mit der Polizei verzichteten die Neonazis aber auf eine Durchführung. Dies vor allem mit Blick auf die gleichzeitig stattfindende Fasnacht. Der Fackelumzug hätte zum Andenken an die Bombardierung der Stadt Dresden stattfinden sollen.

Zu einer unbewilligten Kundgebung kam es am Samstag in der Berner Innenstadt aber trotzdem. Dies weil antifaschistische Kreise zu einer Gegenkundgebung zum Fackelumzug aufgerufen hatten und diesen Aufruf auch nach der Absage der Neo-Nazis aufrecht hielten.

Umzug durch die Innenstadt

Mehr als 250 Personen versammelten sich schliesslich um 19 Uhr vor der Heiliggeistkirche für den «Antifaschistischem Abendspaziergang». Die Demonstranten marschierten durch die Marktgasse und die Spitalgasse, bogen beim Zytglogge ab und liefen durch die Amtshausgasse und die Schauplatzgasse zurück zum Bahnhof. Nach einer «Ehrenrunde» im Berner Bahnhof und einem kurzen Sprint, löste sich der Umzug kurz vor 20 Uhr bei der Reitschule auf. Zu einem Aufeinandertreffen mit den Fasnächtlern kam es daher nicht.

Einzelne der Demonstrierenden waren vermummt oder maskiert – auch mit Fasnachtsmasken. Immer wieder skandierten sie «Bern bleibt nazifrei» oder «Siamo tutti antifascisti». Es wurden auch einige Feuerwerkskörper gezündet.

Unter Beobachtung der Polizei

Die lautstarke Demonstration blieb mehrheitlich friedlich. Zwischen Bärenplatz und Zytglogge wurde aber ein Zuschauer von mehreren Demonstrationsteilnehmer in die Mangel genommen und verletzt. Es soll sich gemäss Zeugen um einen Rechtsradikalen gehandelt haben.

Die Polizei war an mehreren Orten präsent, griff aber nicht ein. Sie nahm aber einige Personenkontrollen vor, wie die Medienstellte gegenüber Redaktion Tamedia mitteilte. Weil die Hauptgassen zeitweise blockiert waren, kam es zu Verspätungen auf dem Bernmobil-Netz.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch