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Antifa-Demos kosteten eine Million

Das Polizeiaufgebot für zwei unbewilligte Demonstrationen im letzten Oktober kostete eine Million Franken. Das geht aus der Antwort des Gemeinderats auf eine Interpellation hervor.

In der Berner Innenstadt wurden insgesamt 29 Personen von der Polizei angehalten und abgeführt. (6. Oktober 2017)
In der Berner Innenstadt wurden insgesamt 29 Personen von der Polizei angehalten und abgeführt. (6. Oktober 2017)
Jürg Spori
Kastenwagen in Reih und Glied – dahinter der Protestumzug.
Kastenwagen in Reih und Glied – dahinter der Protestumzug.
Jürg Spori
Der Wasserwerfer stand auf dem Waisenhausplatz bereit. Die Polizei war für eine allfällige Eskalation gewappnet.
Der Wasserwerfer stand auf dem Waisenhausplatz bereit. Die Polizei war für eine allfällige Eskalation gewappnet.
Jürg Spori
Bis spät in die Nacht markierte die Polizei in der Stadt Präsenz – hier am Bollwerk.
Bis spät in die Nacht markierte die Polizei in der Stadt Präsenz – hier am Bollwerk.
Jürg Spori
Wer sich am Freitagabend in der Stadt aufhielt, konnte das massive Polizeiaufgebot unmöglich übersehen.
Wer sich am Freitagabend in der Stadt aufhielt, konnte das massive Polizeiaufgebot unmöglich übersehen.
Jürg Spori
Bereitstehende Polizeifahrzeuge bei der Lorrainebrücke.
Bereitstehende Polizeifahrzeuge bei der Lorrainebrücke.
Jürg Spori
Nachdem die Demonstrierenden sich in die Reitschule zurückgezogen hatten, blieb die Polizei präsent.
Nachdem die Demonstrierenden sich in die Reitschule zurückgezogen hatten, blieb die Polizei präsent.
Jürg Spori
Hier wurde abgeriegelt: Polizisten versperren die Strasse zwischen Kapitel und Schützenmatte.
Hier wurde abgeriegelt: Polizisten versperren die Strasse zwischen Kapitel und Schützenmatte.
Jürg Spori
Auch viele Schaulustige waren am Freitagabend in der Stadt, um sich selbst ein Bild der Geschehnisse zu verschaffen.
Auch viele Schaulustige waren am Freitagabend in der Stadt, um sich selbst ein Bild der Geschehnisse zu verschaffen.
Jürg Spori
Auf dem Weg Richtung Reitschule zündeten vermummte Aktivisten Pyrofackeln.
Auf dem Weg Richtung Reitschule zündeten vermummte Aktivisten Pyrofackeln.
Raphael Moser
Der Rumpf-Demozug marschierte via Bollwerk Richtung Schützenmatte.
Der Rumpf-Demozug marschierte via Bollwerk Richtung Schützenmatte.
Raphael Moser
Dort wurde der Demozug von Polizisten blockiert.
Dort wurde der Demozug von Polizisten blockiert.
Raphael Moser
Personen, die der Polizei verdächtig vorkamen, wurden (teilweise auch in Handschellen) abgeführt.
Personen, die der Polizei verdächtig vorkamen, wurden (teilweise auch in Handschellen) abgeführt.
Jürg Spori
Polizei, so weit das Auge reicht. Die Mission war klar: Eine Demonstration musste verhindert werden. So wollte es die städtische Regierung.
Polizei, so weit das Auge reicht. Die Mission war klar: Eine Demonstration musste verhindert werden. So wollte es die städtische Regierung.
Jürg Spori
Ein Grossaufgebot an Polizeigrenadieren riegelte ab 19.30 Uhr...
Ein Grossaufgebot an Polizeigrenadieren riegelte ab 19.30 Uhr...
Jürg Spori
...den Zytglogge grossflächig ab.
...den Zytglogge grossflächig ab.
Raphael Moser
Die erweiterte Polizeipräsenz erstreckte sich über die gesamte Altstadt.
Die erweiterte Polizeipräsenz erstreckte sich über die gesamte Altstadt.
Raphael Moser
Die Polizei nahm gezielte Personenkontrollen vor.
Die Polizei nahm gezielte Personenkontrollen vor.
Raphael Moser
Dabei wurden etliche Verdächtige in Handschellen abgeführt.
Dabei wurden etliche Verdächtige in Handschellen abgeführt.
Raphael Moser
Der geplante antifaschistische Demonstrationszug beim Zytglogge konnte durch das massive Polizeiaufgebot nicht wie geplant um 19.30 Uhr durchgeführt werden.
Der geplante antifaschistische Demonstrationszug beim Zytglogge konnte durch das massive Polizeiaufgebot nicht wie geplant um 19.30 Uhr durchgeführt werden.
Jürg Spori
Ein Schutzwall beim Zytglogge.
Ein Schutzwall beim Zytglogge.
Jürg Spori
Rund um den Zytglogge war bereits zwei Stunden vor der geplanten Demo...
Rund um den Zytglogge war bereits zwei Stunden vor der geplanten Demo...
Jürg Spori
...erhöhte Polizeipräsenz zu sehen.
...erhöhte Polizeipräsenz zu sehen.
Jürg Spori
In der Marktgasse standen Kastenwagen bereit.
In der Marktgasse standen Kastenwagen bereit.
Leserreporter
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Zehn Jahre nach der «Schande von Bern» verhinderte die Kantonspolizei Bern am 6. Oktober 2017 eine unbewilligte Kundgebung. Die Polizei führte damals insgesamt 29 Demonstranten ab.

Das Polizei­aufgebot war gross – auch bei einer ebenfalls unbewilligten Demonstration nur eine Woche später. Jetzt ist klar, wie teuer die Polizeiaufgebote waren. «Auf­seiten der Kantonspolizei sind je Kundgebung rund 500'000 Franken Kosten entstanden», schreibt der Berner Gemeinderat in seiner Antwort auf eine Interpellation der SP-Fraktion.

Schäden bei früheren Demos

Die Stadtregierung hält in ihrer Antwort fest, dass laut Kantonspolizei keine Personen ohne konkreten Verdacht oder ohne Anhaltspunkte festgehalten worden seien. Gestützt auf das Polizei­gesetz könne die Polizei bei Veranstaltungen, die ein Gefahrenpotenzial aufwiesen, auch Per­sonenkontrollen durchführen.

Bei früheren Antifa-Kundgebungen habe sich gezeigt, dass diese ein grosses Risiko mit sich brächten. Bei sieben von dreizehn Demos sei es in der Vergangenheit zu Sachbeschädigungen gekommen – durchschnittlich in Höhe von 62'000 Franken, zweimal gab es gar Schäden von über 100'000 Franken. Deshalb habe der Gemeinderat die Kantonspolizei bei beiden Demonstrationen beauftragt, diese zu verhindern.

(ehi)

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