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Antifa-Demos kosteten eine Million

Das Polizeiaufgebot für zwei unbewilligte Demonstrationen im letzten Oktober kostete eine Million Franken. Das geht aus der Antwort des Gemeinderats auf eine Interpellation hervor.

In der Berner Innenstadt wurden insgesamt 29 Personen von der Polizei angehalten und abgeführt. (6. Oktober 2017)
In der Berner Innenstadt wurden insgesamt 29 Personen von der Polizei angehalten und abgeführt. (6. Oktober 2017)
Jürg Spori
Patrouillen der Kapo Bern waren bis tief in die Nacht hinein präsent.
Patrouillen der Kapo Bern waren bis tief in die Nacht hinein präsent.
Raphael Moser
Vor dem Bundeshaus West wurde ein Schutzzaun hochgezogen.
Vor dem Bundeshaus West wurde ein Schutzzaun hochgezogen.
Keystone
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Zehn Jahre nach der «Schande von Bern» verhinderte die Kantonspolizei Bern am 6. Oktober 2017 eine unbewilligte Kundgebung. Die Polizei führte damals insgesamt 29 Demonstranten ab.

Das Polizei­aufgebot war gross – auch bei einer ebenfalls unbewilligten Demonstration nur eine Woche später. Jetzt ist klar, wie teuer die Polizeiaufgebote waren. «Auf­seiten der Kantonspolizei sind je Kundgebung rund 500'000 Franken Kosten entstanden», schreibt der Berner Gemeinderat in seiner Antwort auf eine Interpellation der SP-Fraktion.

Schäden bei früheren Demos

Die Stadtregierung hält in ihrer Antwort fest, dass laut Kantonspolizei keine Personen ohne konkreten Verdacht oder ohne Anhaltspunkte festgehalten worden seien. Gestützt auf das Polizei­gesetz könne die Polizei bei Veranstaltungen, die ein Gefahrenpotenzial aufwiesen, auch Per­sonenkontrollen durchführen.

Bei früheren Antifa-Kundgebungen habe sich gezeigt, dass diese ein grosses Risiko mit sich brächten. Bei sieben von dreizehn Demos sei es in der Vergangenheit zu Sachbeschädigungen gekommen – durchschnittlich in Höhe von 62'000 Franken, zweimal gab es gar Schäden von über 100'000 Franken. Deshalb habe der Gemeinderat die Kantonspolizei bei beiden Demonstrationen beauftragt, diese zu verhindern.

(ehi)

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