Nach Kurdendemo: Weitere Scharmützel in Bern am Samstagabend

Bern

Nach den Zusammenstössen von Anhängern der türkischen Regierung und Kurden am Samstag in Bern ist es auch am späteren Samstagabend in Bern zu Scharmützeln gekommen.

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Nach den Zusammenstössen zwischen türkischen Nationalisten und Kurden vom Samstagnachmittag, wobei mehrere Dutzend Menschen verletzt wurden, kam es am Abend auf der Schützenmatte zu weiteren Ausschreitungen. Auf indymedia.org wurde zur «antifaschistischen Demonstration wegen Angriffen durch türkischen Faschisten auf eine kurdische Demo in Bern» aufgerufen. Die Besammlung war für 20 Uhr angesetzt.

Demonstranten griffen beim Amthaus die Polizei mit Flaschen, Steinen und Feuerwerk an. Gegen das Gebäude, in dem unter anderem das Regionalgericht Bern-Mittelland untergebracht ist, warfen sie Farbbeutel.

Corinne Müller, Sprecherin der Kantonspolizei Bern, bestätigte am Sonntagmorgen eine entsprechende Meldung des Lokalradios BERN1. Als die Einsatzkräfte gegen die Demonstranten vorrückten, zogen sich diese laut Müller ins alternative Kulturzentrum Reitschule zurück, das sich in der Nähe des Amtshauses befindet.

Vorwürfe gegen die Polizei

Die Demonstranten rechtfertigen im Internet den Angriff damit, die Polizei habe zuvor am Nachmittag die türkischen «Faschisten» unterstützt. Die Gegendemonstration der Kurden und ihrer Sympathisanten gegen eine bewilligte Kundgebung der Anhänger der türkischen Regierung habe die Polizei behindert.

Zu diesem Vorwurf schrieb die Polizei schon am Samstag in einer Mitteilung, sie habe die Teilnehmer der unbewilligten Kundgebung angesprochen und ihnen einen alternativen Versammlungsplatz angeboten.

Die Kundgebungsteilnehmer seien aber an Ort und Stelle geblieben und hätten sich den Anweisungen der Polizei widersetzt. Danach habe die Polizei entschieden, den Helvetiaplatz zu räumen. Die Demonstranten hätten dabei die Einsatzkräfte angegriffen und mehrere Polizisten verletzt.

sih/chh/pd/sda

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