Bern

«Anschluss ans Tram Ostermundigen wäre plausibel»

BernDie Stadtberner Verkehrsdirektorin Ursula Wyss zum neuen Tram, zur Verkehrsberuhigung in der Länggasse und zu einer allfälligen Linie Ostermundigen-Länggasse.

In das stetig wachsende Länggassquartier passe ein Tram, findet Berns Verkehrsdirektorin Ursula Wyss.

In das stetig wachsende Länggassquartier passe ein Tram, findet Berns Verkehrsdirektorin Ursula Wyss. Bild: Manuel Zingg

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Wie enttäuscht sind Sie als Tram-Fan, dass das Länggass-Tram nicht durchgehend bis ins Wylerquartier fährt?
Ursula Wyss: Entscheidend ist, dass wir überall das sinnvolle ÖV-Transportmittel einsetzen. Ich freue mich daher sehr, können wir die Länggasse mit einem neuen Tramast erschliessen. In dieses stetig wachsende Quartier passt ein Tram. Ebenso plausibel ist aber, das Wylerquartier mit einem Doppelgelenkbus zu erschliessen. Dies weil der Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf durch die S-Bahn abgedeckt ist und für die Gewerblich Industrielle Berufsschule in der Lorraine eine Shuttle-Bus-Lösung gefunden wurde.

Was bringt ein Tram der Länggass-Bevölkerung?
Vor allem mehr Platz für die Fahrgäste der Linie 12. Daneben besseren Fahrkomfort und eine Aufwertung für das Quartier. Konkret werden sicher der Falkenplatz sowie die Endstation in der hinteren Länggasse, jedoch auch die gesamte Erschliessung attraktiver für die Quartierbewohnerinnen und -bewohner. Das hat man deutlich auch beim Tram Bern West gesehen.

Wird das neue Tram bis zum ­Lindenhofspital fahren?
Es wurden Varianten geprüft, um das Tram entweder bis zum Lindenhofspital oder bis zum Von-Roll-Areal zu führen. Doch Zahlen zeigen, dass dafür zu wenig Bedarf besteht. Das Tram wird also am selben Ort wenden, wie heute der Bus.

Wie gehts nun mit der Umgestaltung der Länggassstrasse voran?
Wir haben zwei Zeitpläne. Einerseits einen langfristigen fürs Tram mit Baubeginn ab 2030. Andererseits besteht im Quartier schon lange das Bedürfnis nach verkehrsberuhigenden Massnahmen. Diese wollen wir vorziehen, insbesondere die Tempo-30-Zone auf der Länggassstrasse, die nach dem positiven Volksentscheid vor 15 Jahren immer noch ihre Gültigkeit hat. Bei diesen Massnahmen dürfen und wollen wir nicht bis 2030 warten.

Für eine Tempo-30-Zone, Parkplätze, Velostreifen und neu einer Tramachse ist die Länggassstrasse ziemlich eng. Werden die Parkplätze verschwinden?
Das weiss ich noch nicht. Da werden sich nun externe Verkehrsplaner darüber beugen müssen. Das wird der nächste Schritt sein nach der Zweckmässigkeitsbeurteilung.

Ist die sisitierte zweite Tramachse in der oberen Altstadt noch ein Thema?
Durch die Frage, wie wir die neue Länggass-Linie ins Tramnetz einbinden wollen, wird das Thema einer zweiten Tramachse wieder aktuell. Dem werden wir uns nun annehmen.

Wird die Länggass-Linie mit dem ebenfalls neuen Ostermundigen-Tram verknüpft?
Das werden die nächsten Planungsschritte klären. Rein vom Personenaufkommen her wäre das eine plausible Variante. (Berner Zeitung)

Erstellt: 03.04.2018, 15:31 Uhr

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