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Andrang war schon im Frühling gross

Die offiziellen Plätze sind voll. Der Bund duldet die Fahrenden deshalb auf dem Rastplatz Wileroltigen.

Seit Mitte März gehören die Fahrenden auf dem RastplatzWileroltigen zum alltäglichen Bild.
Seit Mitte März gehören die Fahrenden auf dem RastplatzWileroltigen zum alltäglichen Bild.
Raphael Moser

Die Plätze sind voll. In Brügg (für 20 Gespanne) und in Gampelen (für 30 Gespanne) genauso wie in La-Joux-des-Ponts bei Bulle (für 40 Gespanne): Die Fahrenden, meist Roma, die auf der Suche nach Arbeit von Frankreich in die Schweiz reisen, machen wieder Halt in der Region. Wie jeden Sommer.

Dieses Jahr ist der Andrang sogar so gross, dass auch der Autobahnrastplatz bei Wileroltigen als Standplatz für die Fahrenden dient. Seit bald drei Monaten herrscht hier ein ständiges Kommen und Gehen, wie Sprecher Thomas Rohrbach im Namen des zuständigen Bundesamts für Strassen (Astra) bestätigt. Dabei sollte genau dies so nicht sein: Ein Parkplatz an der Autobahn sei zum Rasten da, gerade auch für die Lastwagenfahrer, für die er vor allem gebaut worden sei, liess Rohrbach damals verlauten.

An dieser Haltung habe nichts geändert, bekräftigt Rohrbach nun. Dass die Fahrenden trotzdem bis heute in mal grösserer, mal kleinerer Anzahl geblieben sind, erklärt er so: Mit den wechselnden Gruppen sei ein guter Umgang möglich geworden. Solange der normale Betrieb auf dem Rastplatz nicht gestört werde – und das sei mit bis zu 20 Gespannen möglich – stellten die Fahrenden kein Problem dar. Und: In einer Zeit, in der die Transitplätze rar seien, «wollen wir helfen».

Von ähnlichen Erfahrungen berichten die Betreiber der Plätze in Brügg, Gampelen und La-Joux-des-Ponts. Der Zustrom sei seit Saisonbeginn Anfang April ungebrochen, blickt Gemeindepräsident Marc Meichtry in Brügg zurück. Nicht ohne zu verheimlichen, dass der Start in dieses zweite und letzte Jahr des provisorischen Platzes durchzogen war: Mit den Gruppen habe es Probleme gegeben, die man so bislang nicht gekannt habe.

«Wir sind gut gestartet, die Nachfrage ist da», sagt demgegenüber Statthalterin Franziska Steck. Sie tut dies mit einem Blick nach Gampelen, wo der Kanton Anfang Mai sein ebenfalls auf zwei Jahre angelegtes Provisorium in Betrieb genommen hat. Derweil die Freiburger Polizei für La-Joux-des-Ponts ergänzt: Wegen des Andrangs lasse man zurzeit 53 statt nur 40 Gespanne zu. Würden es mehr, müsse man Leute abweisen, was schon vorgekommen sei.

Im Frühling seien in der Tat mehr Fahrende unterwegs gewesen als üblich, bestätigt auch Andreas Geringer, der als Vermittler zu den Ansässigen tätig ist. Die Saison habe auch bereits im Februar und damit sehr früh angefangen – aktuell sei die Zahl der Gespanne allerdings kleiner als im letzten Jahr. Aber das könne rasch ändern: «Fahrende sind bekanntlich mobil.»

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