Bern

Am Guisanplatz wird links abbiegen verboten

BernDie Stadt Bern plant, das Linksabbiegen von der Rodtmattstrasse in die Papiermühlestrasse versuchsweise aufzuheben. Dagegen formiert sich Widerstand.

Für die Velos: Beim Guisanplatz dürfen Autos, die aus der Rodtmattstrasse kommen, ab Herbst 2018 nicht mehr links abbiegen.

Für die Velos: Beim Guisanplatz dürfen Autos, die aus der Rodtmattstrasse kommen, ab Herbst 2018 nicht mehr links abbiegen. Bild: Raphael Moser

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Autofahrerinnen und Autofahrer, die vom Breiteinrainplatz her auf der Rodtmattstrasse in Richtung Wankdorf fahren, biegen beim Guisanplatz links ab. Via Wankdorfkreisel gelangen sie dann auf die Autobahn. Geht es nach der Stadt Bern, soll das versuchsweise ab Herbst 2018 nicht mehr möglich sein. Das berichtete der «Anzeiger für das Nordquartier» (AfdN) Mitte Februar.

Gemäss den Plänen der Stadt müssten Autos und Lastwagen dann über die Mingerstrasse bis zum Kreisel beim Postfinance-Hochhaus fahren, dort einen sogenannten U-Turn machen und zurück auf der Mingerstrasse zum Guisanplatz fahren. Dort könnten sie dann rechts in Richtung Wankdorfstadion abbiegen. Gemäss AfdN wäre es den Planern noch lieber, die Umfahrung gänzlich über die Bolligenstrasse entlang der Kleinen Allmend zu lenken.

«Situation verschlechtert»

Gegen die Pläne, die bisher der Öffentlichkeit nicht präsentiert wurden, formiert sich Widerstand. Thomas Ingold, Präsident des Leists Bern-Nord, wandte sich an Gemeinderätin Ursula Wyss. In einem Brief zählt er zahlreiche Punkte auf, die gegen das Projekt sprechen. So würden zum Beispiel die Zufahrten für alle Anlieger an der Papiermühlestrasse verschlechtert.

«Alle Besucher des Wankdorf-Centers und des Stade de Suisse müssten um die ganze Allmend über die Bolligenstrasse fahren, welche am Abend ohnehin schon stark überlastet sei», schreibt Ingold. Er stört sich auch daran, dass wichtige Entscheidträger nicht angehört wurden. «Ich habe den Brief in Absprache mit CSL Behring, dem Wankdorf-Center, dem SCB oder YB geschrieben», sagt Ingold. Nun ist offenbar ein Treffen aller Beteiligten geplant.

Das Linksabbiegeverbot ist heute auch Thema im Stadtrat. Lionel Gaudy (BDP) möchte vom Gemeinderat unter anderem wissen, weshalb gerade jetzt am Guisanplatz der motorisierte Privat- und Gewerbeverkehr derart massiv eingeschränkt werden soll.

Teil der Velohauptroute

Das Abbiegeverbot steht im Zusammenhang mit der Velohauptroute zwischen Köniz und Ostermundigen, sagt Karl Vogel, Leiter Verkehrsplanung der Stadt Bern. Heute fehlt auf dem Guisanplatz ein Velostreifen. Dank der nicht mehr gebrauchten Autospur kann in Zukunft ein grosszügiger Velostreifen geschaffen werden. «Es handelt sich um einen Pilotversuch», betont Vogel. Velos können während dieses Versuchs «indirekt links abbiegen», wie man es bereits vom Wankdorfplatz her kennt. Nach zwei, drei Monaten werde man eine erste Bilanz ziehen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.03.2018, 09:02 Uhr

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