Alterswohnungen sind heiss begehrt

Bern

Das Alterszentrum Domicil Spitalackerpark inBern wird am Samstag mit mehr Wohnungen und Pflegezimmern wiedereröffnet. 600 Personen haben sich für eine der Wohnungen interessiert.

Lichtdurchflutet: So präsentieren sich die Alterswohnungen im Spitalackerpark.

Lichtdurchflutet: So präsentieren sich die Alterswohnungen im Spitalackerpark.

(Bild: Chrisitan Pfander)

Die Lage ist einmalig. Ruhig in einer Parkanlage im Breitenrainquartier, trotzdem nahe von öffentlichem Verkehr und Einkaufsmöglichkeiten, steht das Alterszentrum Domicil Spitalackerpark. Anfang 2017 begann der Umbau der 40-jährigen Anlage, heute Samstag wird sie wiedereröffnet. Der Wohntrakt wurde um ein zusätzliches Geschoss erweitert, der alte zweigeschossige Anbau durch einen viergeschossigen Neubau ersetzt.

Den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern stehen insgesamt 69 lichtdurchflutete, helle Wohnungen (bisher 50) und 48 Pflegezimmer zur Verfügung. Die 34 Einzimmer-, 16 Zweizimmer-, 14 Zweieinhalbzimmer- und 5 Dreizimmerwohnungen verteilen sich vom Parterre bis in die 7. Etage. In allen Wohnungen wurden Parkettböden verlegt. Die monatliche Miete für ein Einzimmerlogis beträgt 1630 Franken; einige davon werden für Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen für 1100 Franken angeboten.

Die Attikawohnung mit grosser Terrasse im obersten Stockwerk ist mit 3150 Franken pro Monat die teuerste im Angebot. Jede Wohnung verfügt zudem über ein Kellerabteil. Und schliesslich: Haustiere sind erlaubt.

Begehrte Wohnungen

In den 48 Pflegezimmern werden Leute jeder Pflegestufe – von 1 bis 12 – betreut. Sämtliche Wohneinheiten sind auf den Park ausgerichtet. Ausserdem können alle Hausbewohnerinnen und -bewohner über einen 24-Stunden-Notruf jederzeit Hilfe anfordern.

Der Spitalackerpark ist begehrt. «Es haben sich 600 Leute interessiert», sagt Esther Flückiger, Domicil-Direktorin für Marketing und Kommunikation. «Bis auf 3 Einzimmerwohnungen haben wir bereits alles vermietet.» Das sei nicht selbstverständlich, zumal es in der Stadt Bern mehr als genügend Angebote für ältere Menschen gebe. «Ausschlaggebend für das grosse Interesse ist sicher die Lage», meint Flückiger, aber auch die Infrastruktur. Im Parterre wird ein öffentlich zugängliches Restaurant mit 70 Plätzen betrieben, in den Sommermonaten zudem eine Terrasse mit 45 Plätzen im Grünen. Dort steht übrigens auch eine 200-jährige Robinie, im Volksmund als «Akazie von Bern» bekannt. Bei den Umbauarbeiten seien spezielle Massnahmen zu deren Schutz getroffen worden.

«Bis auf 3 Einzimmer-wohnungen haben wir bereits alles vermietet.»Esther Flückiger Domicil-Direktorin fürMarketing und Kommunikation.

«Das Restaurant wird täglich geöffnet sein», sagt Infrastrukturdirektor Peter Hostettler. «Abends ist es vorläufig geschlossen. Sollten die Bewohner aber ein Bedürfnis nach längeren Öffnungszeiten haben, werden wir es auch abends geöffnet haben.»

Ein Bad zum Wohlfühlen

«Unsere Bewohnenden sollen selbstbestimmt und nach ihren individuellen Bedürfnissen bei uns wohnen und leben können. Unsere Dienstleistungen können sie nach ihren Wünschen nutzen, so zum Beispiel die Lieferung der Mahlzeiten in ihre Wohnung», sagt Esther Flückiger. Weiter stehen im Haus auch ein Coiffeursalon, eine Podologiepraxis, ein Aufenthaltsraum sowie ein Wohlfühlbad zur Verfügung. Letzteres ist eine grosse, bequeme Matratze, die in einer Wanne auf Wasser schwimmt.

Am 11. April ziehen jene 25 Menschen ein, die während der Umbauphase im Galactina-Park in Belp ein vorübergehendes Zuhause hatten. Die neuen Mieter folgen dann am 15. April.

Am Samstag (10 bis 16 Uhr) kann die Bevölkerung am Tag der offenen Tür das neue Haus besichtigen.

Berner Zeitung

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