Alpar sucht Investoren für den Ausbau im Süden

Region Bern

Bis zu 4 Millionen Franken will die Flughafenbetreiberin Alpar in eine neue Infrastruktur im Süden des Flughafens Bern-Belp investieren. Damit sich dort später Unternehmen ansiedeln.

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Johannes Reichen

Die Flughafenbetreiberin Alpar stellte am Dienstag nicht nur die Pläne für den Südanflug vor, sondern auch ihre Ideen für die vierte Ausbauetappe. Selbst wenn die Verantwortlichen lieber von einer Erweiterung sprechen als von einem Ausbau – das Erscheinungsbild des Flughafens würde sich so oder so grundlegend ändern. Denn die Alpar will südlich der bestehenden Start- und Landepiste neue Anlagen bauen.

Das oberste Ziel sei eine Entflechtung der verschiedenen Verkehrsarten, sagte Flughafendirektor Mathias Häberli. Darum sollen im Norden der Linien-, der Charter- und der Businessverkehr angesiedelt sein. Der Süden dagegen wird etwa für Schulungs- und Segelflüge, für Helikopter und touristische Flüge reserviert. Mit dieser Aufteilung soll die Kapazität des Flughafens vergrössert werden.

Neue Abstellfläche

In einer ersten Phase will die Alpar 2 bis 4 Millionen Franken investieren. Für Flugzeuge soll eine neue Abstellfläche von 23'000 Quadratmetern gebaut werden, zudem eine Rollbahn zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil. Geplant ist, dass der neue Flughafenbereich über die Muri- und Selhofenstrasse sowie die neue Industriestrasse erschlossen wird, die demnächst entsteht.

In einer zweiten Phase sollen auch neue Hochbauten entstehen. Für Büros, Hangars und Werkstätten soll eine neue Fläche von 36'000 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Dafür werden Investoren gesucht. Laut Alpar gibt es bereits Interessenten, etwa Unternehmen des Flugzeugunterhalts oder Betreiber von Businessjets. Die Alpar geht von vielen neuen Arbeitsplätzen aus. Laut Sprecher Daniel Steffen gibt es heute im Belpmoos 550 bis 600 Vollzeitstellen. «Künftig könnten es bis zu 1000 Vollzeitstellen sein.»

Der Ausbau hat auch Auswirkungen auf die Natur – darum muss die Alpar für zahlreiche Ersatzmassnahmen sorgen wie Hecken oder blumenreiche Wiesen. Und er hat Folgen für die Segelflieger – eine Startpiste und ein Landefeld fallen weg. Übrig bleibt nur die Graspiste.

Berner Zeitung

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