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Agglolac-Gegner sehen sich im Aufwind

Der Widerstand gegen das Projekt Agglolac in Biel und Nidau nimmt Form an. Mit Crowdfunding wollen die Gegner mindestens 10'000 Franken für eine Abstimmungskampagne sammeln.

Auf Bieler und Nidauer Boden, direkt am Bielerseeufer, soll eine Art Luxus-Überbauung entstehen.
Auf Bieler und Nidauer Boden, direkt am Bielerseeufer, soll eine Art Luxus-Überbauung entstehen.
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In Biel und Nidau formiert sich der Widerstand gegen das Bauprojekt Agglolac. Die Gruppe Zentralparc ist am Dienstag vor die Medien getreten, um ihre Argumente gegen das Projekt darzulegen.

Agglolac sei die falsche Antwort auf die Frage, was mit dem Expo-Areal geschehen solle. Eine Freizeit- und Erholungszone am See solle Partikularinteressen geopfert werden: dem Profitstreben eines Immobilienkonzerns, dem Prestige von Lokalpolitikern und dem Privileg einiger Gutbetuchter, die dereinst dort wohnen wollten.

Ziel der Gruppe Zentralparc ist es, «das Projekt an der Urne zu versenken». Für die Nein-Kampagne sammelt die Gruppe Geld im Internet. Mindestens 10'000 Franken will sie mit Crowdfunding zusammenbekommen.

Die Bevölkerung von Biel und Nidau wird frühestens Ende 2018 über Agglolac entscheiden. Auf dem ehemaligen Gelände der Landesausstellung Expo.02 soll Wohnraum für 1500 Menschen entstehen. Widerstand gibt es seit längerem; eine Gemeindeinitiative für ein freies Bielerseeufer wurde allerdings für ungültig erklärt.

Die Kontroverse um Agglolac wirkte sich offenbar auch auf die Wahlen in Nidau aus. Die Parteien, die Agglolac befürworten, mussten am Sonntag Verluste einstecken, wie das «Bieler Tagblatt» berichtet. Als Gewinner gingen diejenigen Parteien hervor, die das Projekt bekämpfen – allen voran die Grünen.

SDA/mb

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