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Agglo Bern hat starke Wirtschaft - trotz hoher Steuern

Die Agglomeration Bern hat eine leistungsstarke Wirtschaft, die den Vergleich mit den sechs anderen urbanen Zentren des Landes nicht zu scheuen braucht. Das zeigt eine Studie des Forschungsinstituts BAK Basel.

Ittigen ist eine der Gemeinden der Agglomeration Bern, welche für die Studie untersucht wurden.
Ittigen ist eine der Gemeinden der Agglomeration Bern, welche für die Studie untersucht wurden.

Hohe Steuern müssen nicht bedeuten, dass ein Wirtschaftsstandort unattraktiv wird: Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Forschungsinstituts BAK Basel. Auftraggeberin war die Agglomerationskommission (AKO) des Berner Stadtrats. Diese liess sich die Ergebnisse an einem Treffen mit Vertretern aus der Region präsentieren, wie aus einem Communiqué vom Dienstag hervorgeht.

Zur Agglomeration Bern zählt die BAK nebst der Stadt Bern zwölf Gemeinden: Köniz, Kehrsatz, Muri, Ostermundigen, Stettlen, Vechigen, Ittigen, Bolligen, Zollikofen, Moosseedorf, Urtenen-Schönbühl und Bäriswil.

Die pro Kopf erarbeitete Wirtschaftsleistung liege in diesem Gebiet deutlich über dem Schweizer Durchschnitt, stellt die Studie fest. Zusammen mit Basel-Stadt und Zürich gehöre die Agglomeration Bern zur Spitzengruppe.

Im Vergleich mit dem restlichen Kanton erweise sich die Stadt als wirtschaftlicher Motor. Denn ihre Wirtschaftsleistung pro Kopf sei fast doppelt so hoch wie der kantonale Durchschnitt.

Gute Karten

Im Standortwettbewerb mit den übrigen urbanen Wirtschaftsräumen habe die Agglomeration Bern durchaus Trümpfe in der Hand - namentlich die sehr gute Erreichbarkeit und die hohe Verfügbarkeit von Hochqualifizierten und Fachkräften. Allerdings fehle ihr der «Trumpf Buur», also der herausragende Standortfaktor.

Eine Entwicklung zu Ungunsten des Standorts Bern befürchten die Studienautoren bei der Unternehmensbesteuerung. Sie verweisen darauf, dass die Kantone Basel-Stadt, Genf und Waadt markante Gewinnsteuersatz-Senkungen angekündigt haben.

Daher könnte die Agglomeration Zürich bald die einzige sein, die Unternehmen ähnlich stark besteuere wie die Agglomeration Bern. Diese gehöre im übrigen schon heute zu den teuren Standorten für hochqualifizierte Arbeitnehmer.

Gemeinsame Aufgabe

Die Stadtratskommission zieht aus der Studie den Schluss, dass weiterhin Sorge zu den Standortfaktoren getragen werden muss. Mit einer koordinierten Stadtentwicklungspolitik sollten zudem die Dienstleistungsbranche, der Start-up-Bereich und die Kreativwirtschaft gestärkt werden.

Die BAK-Analyse mache überdies deutlich, dass Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung eine gemeinsame Aufgabe von Stadt und Agglomerationsgemeinden sei, schreibt die Kommission.

SDA/flo

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