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Ärzte setzen auf Youtube

Ein Verein will mit einem Film für das Thema Depression sensibilisieren.

Der etwa 50-jährige Peter knöpft vor dem Spiegel mit traurigem Blick sein Hemd zu. Er geht zur Arbeit und starrt dort nachdenklich auf seinen Bildschirm. «Komm jetzt, konzentrier dich», sagt er zu sich. Beim Berner Hirschengraben spricht ihn seine jüngere Arbeitskollegin an: «Wie gehts dir? Ich habe das Gefühl, dich beschäftigt in letzter Zeit etwas. Du kannst gern mit mir darüber reden», sagt sie. «Sorry, aber ich muss gehen», blockt der Mann ab.

Das Berner Bündnis gegen Depression setzt nun auch auf die neuen Medien, um auf seine Anliegen aufmerksam zu machen. Die Vereinigung hat einen Kurzfilm mit diesen Anfangsszenen gedreht. Die Filmemacher zeigen das Innenleben von Menschen mit Depressionen und die verschiedenen Symptome, die sich bei einer erkrankten Person zeigen können. Sie wollen aber vor allem depressive Menschen darauf hinweisen, dass Ärzte und das Umfeld ihnen helfen können. 30000 Franken hat die Vereinigung für den Film eingesetzt.

Früherkennung ist wichtig

Das Bündnis ist eine Vereinigung von Ärzten und Fachleuten aus dem Psychiatriebereich, die sich auch ehrenamtlich für die Unterstützung von depressiven Menschen einsetzen. «Mit dem Film wollen wir eine Entstigmatisierung der Depression erreichen. Zudem ist es unser Ziel, dass Angehörige von depressiven Menschen die Krankheit besser verstehen und sie früher erkennen», sagt Armon Simonett vom Bündnis. Präsidiert wird der Verein von Professor Thomas Reisch, dem ärztlichen Direktor des Psychiatriezentrums Münsingen.

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