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Abstimmungsbotschaft Viererfeld unter Dach und Fach

Das Berner Stadtparlament hat am Donnerstag die Abstimmungsbotschaften für die Zonenpläne Vierer- und Mittelfeld verabschiedet.

Die Hälfte des Viererfelds soll gemeinnützig bebaut werden.
Die Hälfte des Viererfelds soll gemeinnützig bebaut werden.
Urs Baumann
Die Berner konnten am 5. Juni 2016 über die Überbauung des Viererfeldes in Bern abstimmen.
Die Berner konnten am 5. Juni 2016 über die Überbauung des Viererfeldes in Bern abstimmen.
Andreas Blatter
Damals dagegen, heute dagegen: Markus Ming am Abstimmungswochenende vor neun Jahren, als das erste Viererfeldprojekt an der Urne versenkt wurde.
Damals dagegen, heute dagegen: Markus Ming am Abstimmungswochenende vor neun Jahren, als das erste Viererfeldprojekt an der Urne versenkt wurde.
Walter Pfäffli
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Ein Rückweisungsantrag aus den Reihen der SVP gegen die Abstimmungsbotschaften für die Zonenpläne Vierer- und Mittelfeld hatte am Donnerstagabend im Stadtrat keine Chance.

Die Rückweisung sei der letzte Versuch der Volkspartei, die Abstimmung noch hinauszuzögern, «ein weiterer Klassiker auf der Philibusterklaviatur», wie Michael Sutter von der SP sagte. Alexander Feuz von der SVP wies den Vorwurf des Philibusterns, also des Hinauszögerns, von sich. Nach der intensiven, inhaltlichen Debatte über die Vorlage von Anfang März würde der Gemeinderat gut daran tun, die Botschaft nochmals zu überarbeiten, befand Feuz.

Luzius Theiler (GPB/DA) kritisierte die Botschaft, weil manches darin beschönigend dargestellt sei. Wichtige Infos, etwa zur Anzahl der Einsprachen oder zum Eingriff in den Aareschutzperimeter, fehlten. Informationen, die vielleicht zu einer kritischeren Beurteilung der Vorlage führen könnten, mutmasste Theiler.

Volk entscheidet im Juni

Der Stadtrat lehnte die Rückweisung deutlich ab. Nichts wissen wollte der Rat auch von Theilers Ansinnen, den Eingriff ins Aarschutzgebiet und Angaben zu Einsprachen detaillierter darzustellen.

In den Schlussabstimmungen passierten die Botschaften fürs Viererfeld mit 38 zu 21 Stimmen bei einer Enthaltung und jene fürs Mittelfeld mit 40 zu 22 Stimmen. Das Volk wird voraussichtlich im Juni über die Vorlagen befinden.

Auf dem Vierer- und Mittelfeld soll ein neues Quartier mit Wohnraum für 3000 Menschen, 650 Arbeitsplätzen und einem grossen Park entstehen. Das Quartier soll ähnlich dicht bebaut werden wie die benachbarte Länggasse. Die ersten Wohnungen sollen 2023 bezogen werden.

2004 lehnte das Stimmvolk eine erste Planungsvorlage zum Viererfeld knapp ab. Damals wie heute bekämpfte eine Allianz aus Anwohnern, Wachstumskritikern und Rechtsbürgerlichen das Bauvorhaben.

SDA/sih

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