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Ab November gibt es auch in Bern ein Babyfenster

Ab November ist beim Lindenhofspital in Bern ein Babyfenster in Betrieb. Mütter in Not können dort ihr neugeborenes Kind hinbringen.

Das Babyfenster im Spital Einsiedeln besteht bereits seit 2001. Nur erhält auch die Stadt Bern eines.
Das Babyfenster im Spital Einsiedeln besteht bereits seit 2001. Nur erhält auch die Stadt Bern eines.
Keystone

Mit der neuen Babyklappe sollen Kindstötungen oder Kindsaussetzungen verhindert werden. Es ist das vierte Babyfenster in der Schweiz, 2001 entstand das erste in Einsiedeln, es folgten Davos und in diesem Frühling Olten.

Wenn Mütter ihr Baby ins Fenster legen, können sie dies anonym tun und sie machen sich nicht strafbar. Erst einige Minuten nach der Abgabe ertönt auf der Spitalabteilung ein Alarm, so dass sich die Pflegenden dem Kind annehmen können. Nach den Eltern wird nicht gesucht. Ein Jahr nach der Abgabe kann das Kind adoptiert werden. Bis zur Adoption haben die Eltern das Recht, das Kind zurückzufordern. So beschreibt es die Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind, die sich für die Babyfenster einsetzt. In Bern geht die Initiative für das neue Babyfenster von SVP-Grossrat Thomas Fuchs aus. Er verlangte eine solche Einrichtung als Hilfsangebot für extreme Situationen. Hatte er sich von vor gut zehn Jahre vergebens im Stadtrat für ein Babyfenster stark gemacht, so hatte er vor einem Jahr damit im Grossen Rat Erfolg. Die Grossräte beauftragten den Regierungsrat, im Kanton Bern mindestens ein Babyfenster zu schaffen.

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