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Dichtestress entlang der Aare

Die Aaretemperatur in Bern lag am Wochenende zum ersten Mal in dieser Saison über 20 Grad. Der Andrang auf dem Fluss und im Wasser war hoch.

Die Aare lockte mit angenehmen Temperaturen auch viele Böötler an.
Die Aare lockte mit angenehmen Temperaturen auch viele Böötler an.
Iris Andermatt
Zwischen Thun und Bern kam es zu einer regelrechten Böötler-Invasion.
Zwischen Thun und Bern kam es zu einer regelrechten Böötler-Invasion.
Iris Andermatt
Trotz dem Dichtestress auf der Aare ist es laut Polizeiangaben zu keinen Zwischenfällen gekommen.
Trotz dem Dichtestress auf der Aare ist es laut Polizeiangaben zu keinen Zwischenfällen gekommen.
Iris Andermatt
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Lieber spät als nie: Die Aare hat noch vor Ende Juni die 20-Grad-Marke geknackt. Normalerweise ist dies nämlich viel früher der Fall. Die Werte aus der Vergangenheit: Im Jahr 2011 stieg die Temperatur bereits am 24. Mai über die 20-Grad-Schwelle. 2017 war es am 29. Mai und 2015 am 6. Juni so weit. Im Durchschnitt erreicht die Aare erstmals am 10. Juni eine Temperatur von 20 Grad.

Die hohen Aaretemperaturen dürften dank des heissen Wetters noch einige Tage anhalten. Zum Vergleich: Im Rekordsommer 2015 lag die Aaretemperatur während 601 Stunden bei über 20 Grad.

Anders 2014: Damals reichte es bloss während 11 Stunden. Immerhin kann man in Bern im Mittel während 162 Stunden mit Aaretemperaturen über 20 Grad rechnen. Das zeigt die Auswertung der Messdaten für die Jahre 2009 bis 2018, die das Bundesamt für Umwelt an der Messstation Schönau in Bern erhebt.

Viele Böötler unterwegs

Diese Temperaturen lockten das Bernervolk am Wochenende in und auf die Aare. Wie ein Leserreporter berichtet, habe es rund um den Thuner Bahnhof ein Tohuwabohu gegeben, und viele seien umhergeirrt, weil Busse wegen Bauarbeiten nicht bei den üblichen Perrons abfahren.

«Rund um den Bahnhof Thun herrschte ein Tohuwabohu.»

BZ-Leserreporter

«Auch die Züge waren überfüllt, weil die Leute Boote und viel Gepäck dabeihatten», so der Leserreporter. Gleiches Bild bot Bern um die Mittagszeit: Die Bahnhofhalle sei voll mit Leuten und Gummibooten gewesen. «Auffällig war, dass viele der Boote noch originalverpackt waren und die Leute auch viel Alkohol mittrugen.»

Trotz des Mehrverkehrs auf der Aare sei es bis Redaktionsschluss zu keinem Unfall gekommen, wie eine Mediensprecherin der Kantonspolizei sagt. Seit Anfang Juni seien eine Handvoll Meldungen zu Zwischenfällen auf der Aare zwischen Thun und Bern eingegangen. Dabei sei es um gekenterte oder verlorene Boote gegangen, verletzt habe sich niemand.

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