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Die neue Autobahn soll ruhigere Quartiere bringen

Ende Oktober geht im Osten der Stadt die A-5-Umfahrung auf. 37 Massnahmen sollen die Quartiere vom Durchgangsverkehr befreien und einen Grossteil des lokalen Verkehrs auf die Autobahn verlagern.

Deborah Balmer
Der Anschluss Bienne-Centre gemäss Projekt (weiss skizziert: Der Raum um den Anschluss sollen neu gestaltet werden).
Der Anschluss Bienne-Centre gemäss Projekt (weiss skizziert: Der Raum um den Anschluss sollen neu gestaltet werden).
zvg
Die neuen Teilstücke schliessen eine Lücke im Schweizer Autobahnnetz.
Die neuen Teilstücke schliessen eine Lücke im Schweizer Autobahnnetz.
zvg
Der Halbanschluss Biel-West führt unter der Bahnlinie Biel-Neuenburg hindurch.
Der Halbanschluss Biel-West führt unter der Bahnlinie Biel-Neuenburg hindurch.
zvg
Die Situation heute: Einige Häuser werden dem Projekt weichen müssen.
Die Situation heute: Einige Häuser werden dem Projekt weichen müssen.
zvg
Das Westportal des Vingelztunnels beim Rusel: Hier habe der Kanton das Projekt mit Architekten und Ökologen optimiert.
Das Westportal des Vingelztunnels beim Rusel: Hier habe der Kanton das Projekt mit Architekten und Ökologen optimiert.
zvg
Der Tunnel wird in den Fels des Jurasüdfusses gebohrt.
Der Tunnel wird in den Fels des Jurasüdfusses gebohrt.
zvg
Eine neue Hängebrücke: Die Kanalbrücke Port-Brügg.
Eine neue Hängebrücke: Die Kanalbrücke Port-Brügg.
zvg
Heute existiert zwischen Brügg und Port nur die Brücke über das Wehr. Die Autobahnbrücke wird daneben gebaut.
Heute existiert zwischen Brügg und Port nur die Brücke über das Wehr. Die Autobahnbrücke wird daneben gebaut.
zvg
Ein sehr aufwändiges Bauwerk ist die Verzweigung Brüggmoos: dort treffen die Autobahnäste aus Solothurn, Bern und Neuenburg aufeinander. Die Verzweigung beinhaltet den neuen Vollanschluss Brügg sowie den Halbanschluss Bienne-Süd.
Ein sehr aufwändiges Bauwerk ist die Verzweigung Brüggmoos: dort treffen die Autobahnäste aus Solothurn, Bern und Neuenburg aufeinander. Die Verzweigung beinhaltet den neuen Vollanschluss Brügg sowie den Halbanschluss Bienne-Süd.
zvg
Der Anschluss Bienne Centre mit einem offenen Abschnitt liegt im Verlauf der Salzhausstrasse.  Auf der untersten Ebene liegt die Autobahn. Auf der nächsthöheren Ebene – immer noch unter Terrain – befindet sich ein grosser Anschlusskreisel. Zwei Rampen verbinden diesen mit dem städtischen Strassennetz. Lokalverkehr, Velofahrer und Fussgänger zirkulieren auf der obersten Ebene, der Terrainhöhe.
Der Anschluss Bienne Centre mit einem offenen Abschnitt liegt im Verlauf der Salzhausstrasse. Auf der untersten Ebene liegt die Autobahn. Auf der nächsthöheren Ebene – immer noch unter Terrain – befindet sich ein grosser Anschlusskreisel. Zwei Rampen verbinden diesen mit dem städtischen Strassennetz. Lokalverkehr, Velofahrer und Fussgänger zirkulieren auf der obersten Ebene, der Terrainhöhe.
zvg
Das Gesamtprojekt im Überblick.
Das Gesamtprojekt im Überblick.
zvg
Der Bau dauert mindestens zwölf Jahre. Im Bild: Das Westportal des Porttunnels.
Der Bau dauert mindestens zwölf Jahre. Im Bild: Das Westportal des Porttunnels.
zvg
Eine neue Brücke über den Nidau-Büren-Kanal soll den künftigen Zubringer rechtes Seeufer mit dem neuen Verkehrsknoten der A5-Umfahrung Biel/Bienne in Brüggmoos verbinden.
Eine neue Brücke über den Nidau-Büren-Kanal soll den künftigen Zubringer rechtes Seeufer mit dem neuen Verkehrsknoten der A5-Umfahrung Biel/Bienne in Brüggmoos verbinden.
zvg
In der Seevorstadt ist ein Halbanschluss vorgesehen, der auf die Neuenburgstrasse ausgerichtet ist. Der Verkehr kann Richtung Bern-Solothurn ein- und ausfahren.Mit landschaftsgestalterischen Massnahmen wird das Bauwerk gut in die Umgebung eingebettet.
In der Seevorstadt ist ein Halbanschluss vorgesehen, der auf die Neuenburgstrasse ausgerichtet ist. Der Verkehr kann Richtung Bern-Solothurn ein- und ausfahren.Mit landschaftsgestalterischen Massnahmen wird das Bauwerk gut in die Umgebung eingebettet.
zvg
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Schon bald ändert sich die Verkehrssituation für Autofahrer in der Stadt Biel grundlegend. Die A-5-Ostumfahrung verbindet ab Ende Oktober den Berner Jura mit der Ostschweiz und Bern.

Die Autobahn soll nicht nur den Durchgangsverkehr aufnehmen, sondern auch den lokalen Verkehr, der 80 Prozent des Gesamtverkehrs in der Agglo Biel ausmacht. Damit die Quartiere entlastet werden, müssen Verkehrsteilnehmer ihre Gewohnheiten ändern. Dafür braucht es flankierende Massnahmen. 37 sind insgesamt geplant.

«Die Autobahn allein genügt nicht, um die Stadt und ihre Quartiere vom Verkehr zu befreien, es braucht dafür Massnahmen, die ab der Eröffnung des Ostasts sukzessive in Kraft treten», sagt die Bieler Bau-, Energie- und Umweltdirektorin Barbara Schwickert (Grüne).

Klar ist: Bereits durch den Ostast sollen zwei Drittel der Fläche der Stadt entlastet und in der Folge aufgewertet werden. Die Lebensqualität in Bözingen, Mett und Madretsch soll laut Schwickert deutlich steigen. Das Gleiche gilt für die Innenstadt, wo verkehrsberuhigte Zo­nen die Bedingungen für den öffentlichen Verkehr, für Fussgänger und Velofahrer verbessern sollen.

Künftig sollen die Verkehrsteilnehmer wenn immer möglich die Autobahn benutzen. Dafür muss es möglichst unattraktiv sein, auf Ausweichrouten durch die Quartiere zu fahren. Der Schleichverkehr soll verhindert werden.

Zwei West-Ost-Achsen gelten in Biel als mögliche Ausweichrouten: die Dufourstrasse und die Mattenstrasse. Hinzu kommt die Kombination Madretsch- und Mettstrasse, die bisher als Verbindung stark genutzt wurde. Diese drei Achsen sollen durch den Ostast deutlich entlastet werden.

Auf der Nord-Süd-Achse gibt es vier mögliche Ausweichrouten: die Kombination Schlössli- und Mühlestrasse, die Verbindung zwischen dem Längfeldweg und der Orpundstrasse, der Weg durch das Mühlefeld sowie die Bermenstrasse im Mösliquartier. Auch diese Strassen sollen durch den Ostast weniger stark ­befahren werden.

Dort, wo sich durch die Entlastung Möglichkeiten bieten, wird das Bus- und Velonetz um spezielle Spuren ergänzt, sodass eine attraktive Alternative zur motorisierten Fortbewegung entsteht.

Man sei sich bewusst, dass Änderungen in der Verkehrsführung am Anfang fast immer zu einer Verschlechterung der ­Situation führten, Schwickert. «Wir rechnen mit einer mehrwöchigen Ein­gewöhnungsphase.»

Erst wenn sich die Verkehrsteilnehmer der neuen Verkehrsführung bewusst seien, würden sie auch beginnen, ihre Wege anzupassen.

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