Bern

Zweite Pumpe für das Bärenpark-Bassin

BernDie Planer wollen mit einer zusätzlichen Pumpe erreichen, dass immer genügend frisches Aarewasser in den Bären-Pool gelangt.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Frischwasserzufuhr zum Schwimmbad von Finn, Björk, Urs und Berna im Berner Bärenpark hat in den letzten Wochen nicht funktioniert. Aus diesem Grund musste am Mittwoch die Feuerwehr ausrücken und mit einer mobilen Pumpe frisches Aarewasser ins Bassin befördern.

System nachrüsten

Gestern bestätigte das Planungsbüro Klötzli und Friedli, dass das Wasseraufbereitungssystem nachgerüstet werden soll. Mit einer zusätzlichen Pumpe soll dafür gesorgt werden, dass auch bei niedrigem Wasserstand der Aare genügend Flusswasser ins Becken gelangt. Eine solche Pumpe hatten die Mitarbeiter des Tierparks bereits im Winter behelfsmässig montiert. «Wir prüfen nun, ob wir diese fix installieren können», sagte Geschäftsinhaber Hans Klötzli vor Ort. Er kontrollierte gestern das Wasseraufbereitungssystem. «Im Moment funktioniert es problemlos», sagt er. Im Schacht, aus dem die Pumpe das Aarewasser ansaugt und ins Becken befördert, steht das Wasser gut zwei Meter hoch.

Der Planer räumt aber ein, dass bei zu niedrigem Stand der Aare kein Flusswasser ins Auffangbecken gelangen kann. Das war im Winter der Fall, als die Aare nur 37 Kubikmeter Wasser pro Sekunde führte. «Das System ist für einen mittleren Wasserstand von 60 Kubikmeter pro Sekunde berechnet», erklärt Klötzli. Das heisst: Fliesst weniger Wasser, ist der Nachschub für den Bären-Pool nicht garantiert. Im Moment führt die Aare rund 250 Kubikmeter pro Sekunde. Es läuft genügend Wasser ins Auffangbecken. Klötzli schätzt, dass eine zusätzliche Pumpe rund 8000 Franken kosten würde. Wer diese Kosten übernehmen müsste, sei im Moment nicht geklärt.

Nicht gelöst ist auch das Problem mit dem kalkhaltigen Hangwasser, welches in den letzten sieben Monaten der Pumpe zusetzte. Sie musste vier Mal total revidiert werden. Unklar ist weiter, ob eine zusätzliche Pumpe das Problem löst. Die Tierpark-Verantwortlichen bezweifeln dies. Auch die Bauherrin Stadtbauten tönte an, dass allenfalls grössere und damit kostspieligere Anpassungen nötig sein könnten. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.06.2010, 07:32 Uhr

Spenden für Bären

«Spenden für Finn, Björk, Urs und Berna», steht auf den beiden Kästen, die im Mai beim Bärenpark montiert wurden. Laut Bärenwärter Walter Bosshard machen die Besucherinnen und Besucher regen Gebrauch von der Möglichkeit, den Park und seine Bewohner finanziell zu unterstützen. Den genauen Spendenbetrag könne er aber nicht nennen.

Eine Spendenbox befindet sich neben dem Bärenwärterhaus, die andere bei der Treppe hinunter zum Bärenpark-Shop im kleinen Bärengraben. Dort unten wird zurzeit der Kiesbelag durch einen Plattenboden ersetzt.

Artikel zum Thema

«Kein Fisch würde überleben»

Bern Obschon die Wasserpumpe im Bärenpark in sieben Monaten vier Mal total revidiert worden ist, funktioniert die Frischwasserzufuhr nicht richtig. Für die Planer ist das Problem gelöst, für Bärenpark-Chef Bernd Schildger nicht. Mehr...

Zu viel Bärendreck im Pool

Bern Schon wieder eine Panne beim Bärenpark: Nach nur sieben Monaten ist die Pumpe ausgestiegen, die frisches Wasser in den Bärenpool befördern sollte. Der Streit zwischen Stadtbauten und Planern erhält neue Nahrung. Mehr...

Marktplatz

Immobilien

Kommentare

Blogs

History Reloaded Nackter Protest

Die Welt in Bildern

Edler Schlitten: Eine Yacht wird im holländischen Oss gebaut (8. August 2018).
(Bild: Piroschka van de Wouw) Mehr...