Zürcher bauen das neue Schulhaus

Grossaffoltern

Ein Zürcher Architekturbüro erweitert das Schulhaus im Dorf. Der Baukredit muss noch abgesegnet werden.

Wird geschlossen: Schulhaus Ammerzwil.

Wird geschlossen: Schulhaus Ammerzwil.

(Bild: Urs Baumann)

Simone Lippuner

Nach langer und mühseliger Vorgeschichte kommt jetzt Tempo in die Schulreorganisation von Grossaffoltern. Vor wenigen Tagen wurde das Siegerprojekt für den Ausbau des Schulhauses in Grossaffoltern der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Zürcher Architekturbüro Bienert Kintat Architekten konnte sich mit seinem Projekt «En Pfüderi» gegen elf Mitbewerber durchsetzen.

Beim Projekt stechen laut Jurybericht drei bauliche Interventionen hervor. Die erste betrifft den Anbau mit der Hauswartwohnung: Dieser wird abgebrochen und durch einen Anbau als Erweiterung des Klassentrakts für die Mittelstufe ersetzt. Weiter wird der bestehende Kindergarten in ein Lehrerzimmer mit Bürobereich für die Schulleitung umgebaut. Drittens wird entlang der Schulhausstrasse ein vom Bestand komplett abgelöster eingeschossiger Neubau mit den Klassenzimmern für die Eingangsstufe vorgeschlagen.

2021 bezugsbereit

«Das Siegerbüro wird nun auf dieser Basis ein Bauprojekt ausarbeiten», erklärt Gemeindepräsident Niklaus Marti. Voraussichtlich Ende 2019 findet die Urnenabstimmung zum Baukredit statt – dieser wird rund 10 Millionen Franken betragen. Marti: «Wir möchten 2020 mit dem Bau starten können. Im Herbst 2021 soll das Schulhaus bezugsbereit sein.»

Widerstand im Dorf

Auch das Schulhaus und die Turnhalle in Suberg werden saniert und ausgebaut, dies im Umfang von circa 660000 Franken. Die Schulhäuser an den zwei anderen Standorten in der Gemeinde Grossaffoltern, Ammerzwil und Vorimholz, werden geschlossen und verkauft.

Heute werden die Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse an vier Standorten unterrichtet. Genau die Schliessung der anderen zwei Schulhäuser löste im Dorf grossen Widerstand aus.

2014 wies die Gemeindeversammlung ein erstes Schulgeschäft zurück, der Gemeinderat musste wieder bei null anfangen. Eine neue Projektgruppe nahm sich der Sache an und führte die Bevölkerung Schritt für Schritt, in unzähligen Informationsveranstaltungen, an eine neue Lösung heran.

Schliesslich entschieden sich die Stimmberechtigten im November 2017 an der Urne für eine Reduktion auf die zwei Standorte Grossaffoltern und Suberg. Diese Variante hat für die Einwohner eine Steuererhöhung im Bereich von eineinhalb Steuerzehnteln zur Folge.

Berner Zeitung

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